Jeden Tag ein bisschen mehr verrückt im Kopf!

Jeden Tag ein bisschen mehr verrückt im Kopf

Die perfekte Manipulation von Meinungen ist ein Kernstück des herrschenden Gesellschaftssystems!

Es heißt ja, der Mensch sei ganz allgemein das intelligenteste Lebewesen auf Erden. Daran jedoch könnte man gelegentlich zweifeln, wenn man einen Blick darauf wirft, was die Menschheit mit der nur ihr gegebenen Intelligenz so anstellt.

Kein Lebewesen auf Erden hat die Umwelt, den gesamten Planeten so grundlegend verändert. Und nicht nur das! Besonders beunruhigend an dieser – angeblich von Gott verliehenen – Intelligenz ist, dass bei einem WEITER SO, gleich mal das gesamte Leben auf dieser einen Welt in Frage gestellt werden könnte.

Der Mensch hat sich zur Vernichtung der Welt aufgemacht und es scheint wohl seine einzige Mission zu sein!

So könnte man fast meinen. Hemmungslose Ausbeutung schwindender Rohstoffquellen, trotz Gelaber auf höchster Ebene weiter steigender CO2 Ausstoß, Atomkraft, die Zerstörung und Zerstückelung der natürlichen Umwelt – unter anderem durch riesige Staudammprojekte und Transporttrassen – Kriege um die uneingeschränkte Verfügbarkeit von immer knapper werden Ressourcen ….

Diese Liste ließe sich unendlich fortsetzen. Zu erwähnen wären da noch die besonders intelligenten Formen des menschlichen Zusammenlebens und das geniale Wirtschaftssystem, von dem alle diese Initiativen ausgehen. Die Medien und die Politik werden nicht müde es mit aller Macht – als das einzig Wahre – retten zu wollen.

Wie aber kann ein Wirtschaftssystem welches als einzigen Zweck das sichern von Profiten hat, einzig Wahr sein? Einem Gesellschaftssystem in dem am Ende nur durch die Anzahl von Nullen und Einsen auf Computern, über den gesellschaftlichen Einfluss von Einzelnen oder Personengruppen über die Gesamtgesellschaft entschieden wird. Ist es die Bestimmung des einzelnen Individuums sich als Abnehmer und vor allem als Erzeuger von Waren, einer immer weiter aus dem Ruder laufenden Konsumgesellschaft, zu sehen? Teil einer hemmungslosen Konsumgesellschaft, die immer größere Teile der Gesellschaft von dieser ausschließt und deren Existenz gar ganz in Frage stellt?

Demnach währe das einzig Wahre, wohl der Wahnsinn!

Aber es funktioniert! Es funktioniert weil … Weil der Mensch ein von Grund auf egoistisches Einzelwesen ist und jede Gelegenheit nutzt, um sich andere Menschen zum eigenen Vorteil nutzbar zu machen? Weil Menschen immer alles besitzen wollen, was sie nicht haben und es gleichzeitig anderen missgönnen? …

Woher haben wir diese Denkensweise eigentlich? Niemand wird doch mit diesem Scheinwissen geboren. Ist uns diese Konkurrenz um Dinge, Positionen usw. neben dem Überlebensinstinkt, in die Gene geschrieben? Oder ist es nicht so, dass unser Denken und Handeln von unserer Umwelt, in der wir uns tagtäglich bewegen, bestimmt wird?

Nur, wer bestimmt letztendlich darüber was unsere Umwelt und wir denken sollen?

Ist es nicht so, dass nur jene über die Meinung einer Gesellschaft herrschen, die auch die Mittel zu deren Manipulation besitzen? Woher kommt beispielsweise die weitverbreitete Meinung, dass die meisten Sozialhilfe- und HarztIV-Empfänger faul sind und keine Lust zum Arbeiten haben.

Sicher! Den ein oder anderen haben wir schon mal gesehen und kennen vielleicht sogar ein paar. Aber weder kennen wir die Millionen Schicksale die hierzulande damit verbunden sind, noch können wir uns letztlich eine Meinung über deren Leben erlauben. Oder haben wir uns wirklich mal die Mühe gemacht, uns selbst mit den Betroffenen zu unterhalten?

Dann würden vielleicht sogar die paar Beispiele, die wir tatsächlich kennen, in einem anderen Licht erscheinen. Kann es sein, dass der eine oder andere Mensch vor der Unmöglichkeit jemals ein menschwürdiges Leben führen zu können, kapituliert hat? Erscheint er uns nur deshalb so kaputt? Zerrt man medial diese Einzelbeispiele nicht deshalb tagtäglich hervor, um unserer Angst vor dem eigenen Abstieg Nahrung zu geben? Um uns letztlich gefügig zu machen? Gefügig für eine weitere Verschlechterung unserer eigenen Lebensbedingungen?

So funktionieren Medien! Tag für Tag impfen sie uns ein, dass diese sozial ausgegrenzten Menschen für ihr Schicksal selbst verantwortlich sind. Niemand jedoch, möchte Monat für Monat für einen Lohn arbeiten gehen, der so gering ist, dass er am Ende dennoch auf staatliche Leistungen angewiesen ist. In unserer eigenen Angst, es könne uns ebenso ergehen, muten wir dies aber genau den jeweils anderen zu.

Die Wahrheit bringt keine Quoten!

Der Mensch das intelligenteste Lebewesen auf Erden!? Er guckt zum Beispiel auch sogenannte „Reality Shows“, als gäbe es nicht genug wahre Realität ums uns herum. Diese haben jedoch nichts mit dem wahren Leben zu tun. Da werden dem Zuschauer die wildesten Stories geboten. Wenn man die darin vorkommenden Menschen in ihrem Elend sieht, kommt einem das eigene – mit allen Lasten und Opfern verbundene – Leben wie ein Paradies vor. Ehrlich gesagt, ich frage mich manchmal, ob es sich bei den dargestellten Menschen, nicht um ein paar verwirrte Schauspieler handelt, die für Geld einfach alles tun.

Obwohl ich in der Regel – wenn solch schmieriger Voyeurismus in der Klotze läuft – umschalte, kommt man an diesem Dreck einfach nicht mehr vorbei. Kaum vorstellbar, dass damit Sendezeit verschwendet wird. Und es taucht die Frage auf, ob wirklich den Gezeigten jegliche Intelligenz abhanden gekommen ist, oder ob es die sind die jenen dabei zusehen.

An wirklich realen Lebenssituationen scheinen die Medien nicht interessiert zu sein. Mich hat noch kein Fernsehsender angesprochen, damit ich denen mal von meiner beengten und bedrückenden Lebenssituation erzählen kann. Klar! Die Wahrheit bringt keine Quoten. Gesucht werden Menschen, die bereit sind alles zu tun und zu sagen, nur um für einige Minuten auf der Mattscheibe und damit im Gespräch zu sein. All das um einer gängigen Meinung – ebenfalls von Medien inszeniert – weitere Nahrung zu geben.

Da schreckt man nicht einmal davor zurück, jungen Mädchen eine Mitschuld an ihrer Vergewaltigung zuzuweisen!

Wer kennt sie nicht diese jungen Mädchen, die sich überaus attraktiv kleiden? Zum Anbeißen hübsch! Welcher Kerl könnte da nicht schwach werden! Sind die dann nicht selbst schuld, wenn man sie vergewaltigt? Sie hätten ja auch darauf verzichten können, sich als Person attraktiv zu finden.

Jeder weiß doch, dass wenn Frau so zur Diskothek geht, Frau auch mit notgeilen Typen rechnen muss. Die armen Vergewaltiger können einem ja geradezu leid tun, wenn man ihren pervertierten Sexualtrieb auf diese Weise provoziert. Diese jungen Dinger täten besser daran, sich unauffällig massekonform zu kleiden.

Wer nicht auffällt, dem passiert auch nichts. ALTE VOLKSWEISHEIT!

Scheiß doch auf das Recht eine eigene Persönlichkeit zu haben und sich so kleiden zu dürfen, wie man es will. In der Umkehrung der Schuldfrage sind die Medien Meister. Und sie finden mit solchen Manipulationen auch genug Menschen, die diese Meinung unhinterfragt nachplappern. Dabei ganz ausblendend, dass man ja selbst das ein oder andere Mal zu gefallen versucht hat. Nur gut, dass da nicht gerade ein armer – ebenfalls von dieser Gesellschaft hervorgebrachter – Sexhungriger im Gebüsch versteckt war. Was wäre das für eine Gesellschaft, in der alle darum bemüht sind, noch unauffälliger herumzulaufen als alle anderen?

Doch auch vor dem Einimpfen von Nationalismus, Rassismus und Kriegstreiberei schrecken Medien, Politiker und selbsternannte Experten nicht zurück.

Im sogenannten Jugoslawienkrieg, war bald jedem klar wer daran die Schuld trug. Fantastisch eine so einige Nation zu erleben. Selbst Grüne Politiker entdeckten da eine geschichtliche Verantwortung Deutschlands und SPD Politiker sprachen von Massengräbern, die sich im nachhinein als Luftnummern erwiesen und stellten unsinnige geschichtliche Vergleiche an. Die wenigen, die sich nicht unhinterfragt für die richtige Seite der Bürgerkriegsparteien entscheiden wollten und auf beiden Seiten Menschenrechtsverletzungen ausmachten, wurden zu Unbelehrbaren, zu Uneinsichtigen, die dem Unrecht tatenlos zusehen wollten.

Es war dann auch folgerichtig das FDP-Genscher in die Region reiste und gleich mal – als einer der Ersten – ein paar um Unabhängigkeit von Jugoslawien kämpfende Teilstaaten, im Namen Deutschlands anerkannte. Das damit die Situation weiter eskalierte, entging der Mehrheit der Deutschen beinahe völlig. Am Ende war der erste Kriegseinsatz Deutschlands, nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, die richtige Entscheidung.

Das genau dies, die militärische Einmischung Deutschlands in weltweite Konflikte, der eigentliche Sinn der gesamten einseitigen Berichterstattung war, kam damals kaum jemand in den Sinn.

Wegen der Menschenrechte!?

Diese werden auch an ganz anderen Schauplätzen weltweit und jeden Tag verletzt. Deutschland aber kämpft ab sofort dort, wo es seinen wirtschaftlichen Interessen entspricht. Die Regierung von GAZPROM-Schröder wusste sehr wohl, warum sie sich nicht am Krieg gegen den Irak beteiligte. Ein Einsatz dort entsprach keineswegs den wirtschaftlichen Interessen des deutschen Kapitals, das den Irak bis dahin technologisch und militärisch bestens versorgt hatte. Auch politisch wäre es für Schröder und sein Überleben als Kanzler unklug gewesen, dort einzugreifen.

Hurra Deutschland!

Je folgenreicher die Krise, desto mehr Nationalismus braucht das Land. Wenn man einem Volk keine gesicherten Existenzbedingungen mehr garantieren kann, dann gib ihm eine Religion oder einen Nationalstolz, an dem es sich berauschen kann.

Während der Fußballweltmeisterschaft 2006, wurden innerhalb weniger Wochen, einige einschneidende Gesetzänderung auf den Weg gebracht. Dies betraf unter anderen den Kündigungsschutz und die Gesundheitsversorgung. Während viele Fußballfans stolz auf die Leistungen IHRER Mannschaft und auch das die Fußballweltmeisterschaft wieder einmal in Deutschland stattfand, mit Fähnchen geschmückten Fortbewegungsmitteln unterwegs waren, nutzten die Mächtigen des Landes diesen Freudentaumel, um ohne viel Widerstand wichtige Errungenschaft der ArbeiterInnenbewegung zu verwässern oder sie gar ganz abzuschaffen. Die Kanzlerin winkte derweil in den Stadien den fußballbeseelten Massen zu.

Auch feierten WIR bald auch noch die Exportweltmeisterschaft. Diese wurde einzig dadurch erreicht, dass das bundesdeutsche Einkommensniveau die Produktionskosten stark gegenüber den restlichen EU-Ländern sinken lies. Es handelte sich also um eine Weltmeisterschaft, die dem deutschen Nationalbürger mit sinkendem Lebensstandard und den deutschen Konzernen und Banken mit Extra-Profiten belohnt wurde. Damit einhergehend stieg auch die Arbeitslosenrate. Am Ende waren es unter anderem auch diese Weltmeisterschaft, bzw. die Re-Investitionen dieser Extra-Profite, die der ganzen EU diese ordentliche und längst noch nicht bewältigte Krise bescherte.

Doch jetzt waren WIR alle schon viel stolzer auf Deutschland. Kampagnen wie „Wir sind Deutschland“ und das mediale Lob für die Einsicht des deutschen Volkes, für den Erfolg der Nation Opfer zu bringen, machten UNS – in UNSEREN Augen – zum besten Volk in Europa. Stolz auf die eigene Nation ist doch ganz normal!

Stimmt!?

Innerhalb der deutschen Grenzen gibt es wirklich nette Landschaften, Flüsse und Seen. Auch gibt es einige wirklich sehenswerte Bauwerke etc. Das diese sich in unserer näheren Umgebung befinden und vielleicht noch nicht völlig von Fahrbahntrassen zustückelt wurden, kann einen schon stolz machen.

Auch, dass weniger Atomkraft und angeblich auch viel sicherer – bei der Energiegewinnung – zum Einsatz kommt, könnte den einen oder anderen Staatsbürger stolz machen. Dabei wäre jedoch einschränkend zu erwähnen, dass bereits die Havarie eines Atomkraftwerkes ausreichen könnte, um die Gesamtbevölkerung der Nation erheblich zu reduzieren!

Aber auf der Opferwilligkeit eines Volkes zugunsten einiger weniger, kann eigentlich kein Stolz beruhen. Und besonders intelligent klingt dies auch nicht. Wenn dann auch noch dem Volk medial, die ganzen faulen Völker Europas, die sich dem Diktat ihrer und vor allem auch UNSERER Herrschenden nicht fügen wollen, vorgeführt werden, dann kocht Volksseele. Langsam aber sicher gerät die jüngere Vergangenheit völlig in Vergessenheit.

Schon einmal waren die Deutschen die Besten!

Und all das lag schon immer in unseren Genen? All das ist dem Menschen angeboren? Oder könnte es nicht doch daran liegen, dass der gesamte Überbau einer Gesellschaft, spricht: Wirtschaftssystem, Medien, Schule und das hieraus entstehende soziale Umfeld, für unser Denken und letztlich Handeln verantwortlich sind?

Es ist richtig, dass unser Denken von den Informationen die wir erhalten, bestimmt wird. Diese Informationen sind am Ende auch dafür verantwortlich, welche Dinge wir für Möglich und Unmöglich halten. Medien die vorwiegend die alltägliche stattfindende Gewalt und die Erzeugung von Sozialneid in den Mittelpunkt ihrer Berichterstattung stellen, erreichen bei den so Informierten, dass sie sich abschotten. Dass sie jedem anderen zutiefst misstrauen. Die herrschende und dominierende Berichterstattung und Politik sind verantwortlich für das gesamtgesellschaftliche Denken.

Doch es besteht noch Hoffnung!

Denn wenn es tatsächlich stimmen sollte, dass es sich bei dem Menschen um das intelligenteste Lebewesen auf Erden handelt, dann könnte es auch zu der Erkenntnis gelangen, dass es sich permanent gegen seine eigenen Interessen manipulieren lässt.

Dann könnte es tatsächliche passieren, dass der Wahrheitsgehalt von Informationen genauer hinterfragt oder gar völlig in Frage gestellt wird. Es könnte sich die Ansicht verbreiten, dass man Informationen besser danach hinterfragt, welche Wahrheit wem nützt. Am Ende könnte gar die absolute Wahrheit – die ja auch immer die Wahrheit derer ist, die über die Möglichkeiten verfügen sie zu verbreiten – hinterfragt werden.

Dann könnte es möglich werden, dass die Gräben nicht mehr zwischen Menschen die tagtäglich um ihre Existenz ringen verlaufen. Es könnte sich die Einsicht vertiefen, dass dieser Graben einzig zwischen der Mehrheit der Menschheit und denen die sie beherrscht und tagtäglich manipuliert verläuft.

Es könnte passieren, dass der/die Einzelne endlich anfängt sich wieder zu fragen, was sie/er wirklich selber will. Bei dieser Sicht nach innen könnte sie/er entdecken, dass es anderen Menschen ganz genauso gehen muss, wie einem selbst. Die Erkenntnis könnte reifen, dass die eigenen Bedürfnisse auch die der Mehrheit aller Menschen sind. Das Neid, Gier und Missgunst Strategien sind, die Mehrheit der Menschen zu entzweien, um zu verhindern, dass diese sich gegen jene erheben, die sie tagtäglich ausplündern und sich allein des gesamtgesellschaftlich geschaffenen Reichtums bedienen.

Dann würde sich die Menschheit wieder auf einander zu bewegen und ein Gesellschaftssystem beerdigen, das ihren ureigensten Bedürfnissen diametral entgegensteht und zudem ihre natürliche Umwelt unwiederbringlich zerstört.

Der Mensch ist ein egoistisches Wesen!

Sonst hätte er auch keinen Überlebenswille. Ein Mensch braucht die Anerkennung der Gesellschaft, in der er lebt. Jedoch die Parole: „Mein Haus, mein Auto, meine Yacht, mein Swimmingpool …“ läuft dabei ins Leere. Mensch erreicht zwar, dass die Nachbarn ihn beachten und wohl auch denken, dass er etwas besonderes sein muss. Doch glücklicher, wenn auch sorgenfreier, lebt man deshalb dennoch nicht. Aufrichtige Liebe und Annerkennung erreicht man nicht auf diese Weise.

Es handelt sich hier nur um eine pervertierte Version des Egoismus, wie sie nur die kapitalistische Gesellschaftsordnung hervorbringt. Sie komprimiert alles das, was an uns und in uns Gutes ist, zu Profit. Sie reduziert uns auf Wesen, die lediglich nach der Verwertbarkeit für diesen beurteilt werden.

Glücklich ist man nur in einer Gesellschaft von Menschen, die einen deshalb anerkennen weil man etwas Besonderes geleistet hat. Menschen über den Tisch zu ziehen, um ihnen das Geld aus der Tasche zu locken und diese nach allen Regeln der Kunst zu manipulieren, sind jedoch keine echten Leistungen. Eine bessere Gesellschaft sollte es ihren Mitgliedern ermöglichen, ihre wirklichen Qualitäten zu entwickeln, mit denen sie wiederum der gesamten Gesellschaft zu Nutzen sind und so endlich die ersehnte gesellschaftliche Annerkennung erfahren.

Menschen sind keine Einzelwesen. An den Rand gedrängt und vereinzelt werden sie depressiv und oft auch aggressiv. Mit der Erkenntnis permanent gegen die eigenen Interessen manipuliert zu werden, könnte diese Aggressivität sich jedoch auch gegen die Manipulatoren selbst richten.

Dann werden sich selbst emanzipierende Menschen, zu den Totengräbern einer zutiefst menschenverachtenden Gesellschaftsordnung. Denn das intelligenteste Lebewesen auf Erden lässt sich auf die Dauer nicht in permanenter Unterordnung und Ausbeutung halten. Die Sklavenhalter, die Kaiser und Könige dieser Welt mussten irgendwann – wie hoffentlich bald auch die eifrigsten Verfechter und Profiteure des Kapitalismus – einsehen dass ihre Zeit gekommen war, um einer neuen gerechteren Gesellschaftsordnung Platz zu machen, in der auf sie verzichtet werden konnte.

Denn …       „Und sie (die Erde) dreht sich doch …“

Der Legende nach soll Galilei diesen Satz beim Verlassen des Inquisitionsgerichts gemurmelt haben, nachdem er dem kopernikanischen Weltbild öffentlich abschwören musste. Eventuell könnte Giordano Bruno diesen Satz auf dem Scheiterhaufen gesprochen haben. (Wikipedia)

Man stelle sich vor: Die Kirche hat einmal behauptet die Erde sei eine Scheibe und alle haben es geglaubt ..

Doch …        Die Wahrheit ist unterwegs und nichts kann sie aufhalten.“
Emile Zola“ (1840 – 1902)

Kein Mensch ist ILLEGAL!

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Über die Doppelmoral der „nördlichen Welt“, der angeblichen Demokratien und ihrer Gesellschaften …


Hier fallen journalistische Recherche und das Sammeln von Fakten einfach schwer und reichen auch nicht aus. Wie anders könnte man/frau sonst die Gefühle von Wut, Ohnmacht, Trauer, Mitleid und Hoffnung ausdrücken, wenn es um das Verhältnis der sogenannten „Entwicklungsländer, der dritten Welt“ und der hochentwickelten westlichen (nördlichen) Zivilisation geht.

Wie kann man eine Zivilisation beschreiben, die sich selbst nach dem Ende des OST-WEST Konfliktes, immer noch selbst als „Westlich“ definiert? Die, der restlichen Welt vermeintlich an Entwicklung, Fortschritt, Reichtum und vor allem an gesellschaftlicher Freiheit überlegen ist.

 Die … Oh! … wie konnte ich das nur vergessen, der restlichen Welt natürlich auch militärisch überlegen ist.

Wäre Kunta Kinta nicht zur Zeit der Sklaverei – die unsere hoch entwickelte Zivilisation auch zur Perfektion entwickelte – geboren, würden seine Kinder vielleicht heute in einem Bergwerk Diamanten abbauen. Sie würden sich, weil in Diamantenminen die Tunnel eher Löcher sind und keinen erwachsen Mann durchlassen, ihre Kindheit aus dem Leib Malochen.

Vielleicht wäre Kunta Kinte heute aber auch ein arabischer oder afrikanischer Landbauer. Er ist gerade im Begriff, die weitere Produktion von Feldfrüchten einzustellen, weil von der EU subventionierte Lebensmittel sein Land überschwemmen und dabei weit billiger sind, als die im eigenen Land hergestellten.

Kunta könnte aber auch Arbeit gefunden haben. Diese erhielt er durch die vielgepriesene Entwicklungshilfe. Er arbeitet – für einen Hungerlohn, fern seiner Familie – an einer Trasse quer durch ein Gebiet, in dem seltene Tier- und Pflanzenarten auf ihr Aussterben warten. Diese Trasse wird dann den Abbau dringend benötigter Rohstoffe – durch ein Unternehmen der „freien nördlichen Welt“ – ermöglichen.

Vielleicht steht Kunta aber auch gerade vor einem solchen, völlig ausgebeuteten Vorkommen und kratzt sich voller Verzweiflung am Kopf. Wie konnte es soweit kommen? Weite Landstriche sind völlig verwüstet. Das Grundwasser ist verseucht und auf Jahrzehnte hin kann hier nichts mehr angebaut werden.

Arbeit hat Kunta jetzt auch keine mehr. Die Weiterverarbeitung der abgebauten Rohstoffe findet in Ländern statt, die er nur vom Hören und sagen kennt. Doch hier bleibt alles beim Alten. Kunta Kinte, seine Familie, die ganze Sippe und sein ganzes Volk leben wieder in Armut und sind dem Hunger ausgeliefert.

Auch der Familie von Jose Santos, die im südlichen Teil Amerikas lebt, geht es kaum anders. Früher schafften es seine Vorfahren, dass ganze Land mit ausreichend Lebensmitteln zu versorgen. Gesundes Wasser gab es in Hülle und Fülle. Doch dann ging das Gerücht um, dass Bauern die Kaffee- und Kakaopflanzen anbauten, gutes Geld verdienten, weil die „Freien nördlichen Gesellschaften“ einen riesenhaften Bedarf hierfür hatten.

Alle Nachbarn von Jose Santos Familie begannen daraufhin per Brandrodung den Regenwald zu dezimieren. Überall entstanden Kaffee- und Kakaoplantagen und die Ernteerträge stiegen dabei ständig. Nach und nach entstand so eine Monokultur und wichtige Lebensmittel mussten importiert werden.

Riesige Staudammprojekte, für deren Umsetzung die einheimische Bevölkerung zwangsumgesiedelt und somit ihrer Lebensgrundlage beraubt wurde, vergrößerten das Elend. Diese Staudammprojekte sollen Flüsse umleiten und Flächen freilegen, um an Rohstoffe heranzukommen, die für die „nördlichen Staaten“ von Interesse sind. Außerdem könnte Strom gewonnen und Arbeitsplätze zum Abbau der Rohstoffe geschaffen werden.

Doch die Preise für Kaffee und Kakao fielen bald auf ein Niveau, die die Kaffee und Kakaobauern an den Rand ihrer Existenz brachten. Das hatte auch Folgen, für die in der Zwischenzeit, von Großbetrieben verdrängten, landlos gewordenen ehemaligen Bauern und ihre Familien.

Viele von ihnen haben nie Kaffee getrunken. Die Kinder die die Kakaobohnen täglich pflücken, haben keine Vorstellung wie eigentlich SchokolaDE schmeckt. Zu Hungerlöhnen pflückten nun diese grüne Kaffee- und Kakaobohnen. Dem Preisverfall begegnete man mit der Ausweitung zum Beispiel des Kaffeeanbaues. Dies machte weitere Rodungen des Regenwaldes notwendig.

Für riesige Staudammprojekte, die nun weite Flächen fruchtbaren Ackerlandes überschwemmten und für den Abbau der vom „Norden“ so begehrten Rohstoffe, musste der für das LEBEN so wichtige tropische Regenwald, weiter weichen. Trasse auf Trasse wurde in den Regenwald vorgetrieben. Bei vielen dieser Unternehmungen, kam Entwicklungshilfe aus den „gefüllten Kassen des Nordens“.

Freunde und Stellvertreter!

Aus der Kolonialzeit hatte der Westen gelernt. Stehende Heere zur Beherrschung fremden Bodens, brachten horrende Summe an Sold und später Unruhen und Aufstände mit sich. Deshalb kümmerte man sich rechtzeitig darum, die ehemaligen Kolonien nicht ohne Führung zu lassen. Man machte sich also Freunde und gab sich zudem reuig wegen der begangenen Massaker an der – aus nördlicher Sicht – primitiven Bevölkerung.

Hätten Kunta Kinte und Jose Santos in den Jahren nach den Befreiungskriegen und dem Ende der Kolonialzeit gelebt, hätten sie miterleben müssen, wie der Norden nun Herrscher aus den Reihen ihres eigenen Volk rekrutierte. Sie hätten mit ansehen müssen, wie die willkürlichen Grenzziehungen der ehemaligen Kolonialisten, neue Kriege zwischen unterschiedlichen Volksgruppen hervorbrachte. Sie hätten aber auch erlebt, dass sich für die Mehrheit der Bevölkerung nichts an deren Armut änderte.

Die Freunde des Nordens wurden reichlich mit finanziellen Zuwendungen bedacht. So etablierten sich nach und nach Korruption und die Unterdrückung der Bevölkerung durch kleine elitäre Kreise, in den ehemals kolonialen Ländern. Unruhen konnten da nicht lange auf sich warten lassen. Aber die nördlichen Freunde waren auch darauf vorbreitet und verkauften ihren Handlangern – sehr reichen Handlangern – Waffen und Überwachungssysteme, zur Niederhaltung der revoltierenden Bevölkerungsteile.

Die nördlichen DEMOKRATIEN erhielten weiter billige fossile und natürliche Rohstoffe, die sie weiterverarbeiten und so den Hauptprofit einstreichen konnten. Im Gegenzug halfen sie bei der Schaffung von Herrscherfamilien, deren Ausbildung und deren Aufstieg. Die Rüstungsindustrie wiederum profitierte von den andauernden Auseinandersetzungen dieser Herrscher untereinander bzw. mit deren unfreiwilligen Untertanen.

Doch dann erlebten Ali, Kunta und Jose zusammen mit ihren Familien, dass sich der Norden hin und wieder von seinen Freunden im Süden betrogen fühlte. Endlich bemerkten diese, obwohl von Menschrechtsorganisationen dies schon seit Jahrzehnten angeprangert hatten, dass die befreundeten Herrscherfamilien gar keine DEMOKRATEN waren. Das diese das Volk unterdrücken und für den Hunger im Land verantwortlich zeichnen.

Als es noch zwei verschiedene Norden gab, fanden Waffenlieferungen an unterschiedliche, den eigenen Interessen am dienlichsten erscheinende Gruppierungen statt. Die Stellvertreterkriege waren erfunden. „Bei diesen ging es natürlich nur um die Verwirklichung der Menschenrechte und die Beendigung der Unterdrückung“. Die Sieger der Rebellionen wurden dann entsprechend weiter mit modernster Waffentechnologie ausgestattet, um ihre Macht festigen zu können und den Interessen eines der beiden Norden effizient dienen zu können.

Für Ali, Kunta und Jose begann nun eine Zeit, in der nach der willkürlichen Grenzziehungen zur Zeit des Kolonialismus, ihre Länder wieder einmal – in sogenannte nördlich/nördlich beeinflusste, West-, Ost-, Süd- und Nordhälften – aufgeteilt wurden.

Zur Vereinnahmungen der jeweils vom anderen Norden beeinflussten Landesteile, brauchte es wiederum weiter Waffen. Die vom Norden/Norden begünstigten Herrschenden der Landesteile bedienten sich zudem – um die Bevölkerungen gegeneinander auszuspielen – deren verschiedener Rassen und Stammeszugehörigkeiten und versucten so manchen Genozid. Solange dies den beiden NORDEN diente, wurden diese der eigenen Bevölkerung verschwiegen.

Die Bevölkerungen, auf deren Rücken diese Machtkämpfe ausgetragen wurden, waren dabei die Leidtragenden. Am Ende verschwand der eine NORDEN von der Bildfläche. Die territorialen Kriege und jene um den Besitz der Bodenschätze gingen jedoch weiter. Die ehemaligen – zum Teil miteinander konkurrierenden – Befreiungsbewegungen beherrschten jetzt unterschiedliche Landesteile und kämpften gegeneinander. Waffenlieferant blieb weiter der nun geeinte Norden.

Massaker an der Zivilbevölkerung beantwortete man nun mit dem Einsatz von UNO-Friedensmissionen. Aus einigen Befreiungsbewegungen waren in der Zwischenzeit eher meuchelnde, marodierende Banden geworden. Sie alle haben sich mehr oder weniger mit dem reichen Norden anrangiert und verhökern nun die Rohstoffvorkommen des Landes oder der von ihnen beherrschten Landesteile, zur persönlichen Bereicherung.

Aus einstigen Helden wurden korrupte, brutale Patriarchen und Diktatoren, die den Erlös aus dem Rohstoffverkauf unter ihren Günstlingen verteilten und auf diese Weise ihre Macht festigten.

Doch diese Abhängigkeit vom reichen Norden, missfiel bald einigen dieser Herrscher. Der Hass auf den Norden und seine führenden Mächte, allen voran auf die USA, einte diese Herrscher. Ihnen zur Seite standen auch Menschen aus dem reichen Norden. Die „Antiimperialisten“ erkannten den Widerspruch im Kapitalismus und dessen Verteilungsungerechtigkeit.

Zu den sogenannten „Antiimperialisten“ zählten sich auch die PLO, Hamas und Gaddafi in Libyen. Es gab viele gerechtfertigte Revolten des Volkes gegen verhasste Patriarchen und Diktatoren, die vom Norden mächtig hofiert wurden. Doch auch die „Antiimperialisten“ täten gut daran, ihre alten Positionen ernsthaft zu überprüfen.

Mit den weltweiten Veränderungen und dem vermeintlichen Sieg des Kapitalismus, über einen vermeintlich real existierenden Sozialismus, hat sich auch im „unterentwickelten, rückständigen Süden“ einiges getan. Einige ehemalige Verbündete im „antiimperialistischen Kampf“ gegen den Kapitalismus gebärden sich heute schlimmer als ihre Vorgänger.

Im Iran wurden die sozialistischen Kräfte von sogenannten islamischen Gottkriegern benutzt, um den dort herrschenden Schah zu stürzen. Kurz darauf wurde ein sogenannter Gottesstaat ausgerufen. In diesem gilt seitdem, das von den Machthabern definierte und als einzig wahr bezeichnete islamische Gesetz. Der Iran unterstützt seitdem ununterbrochen die islamische Hisbollah im Libanon und die Hamas im Gazastreifen. Allen gemein ist das Ziel, die Vernichtung Israels. Damit meinen sie natürlich die Menschen dort.

Mit Organisationen und Ländern,die ein anderes ausmerzen wollen, sind Verhandlungen gänzlich unmöglich.

Ich möchte mal die deutsche Politik sehen, wenn Dänemark erklären würde, dass alle Deutschen ausgerottet gehören und Tag und Nacht Raketen nach Flensburg abgefeuert würden.

Das Problem dabei ist, dass Hamas und Konsorten, den um Frieden mit den Nachbarn bemühten Bewegungen in Israel immensen Schaden zufügen. Eine Bevölkerung die sich einer ständigen Bedrohung gegenüber sieht, der man die Ausrottung androht, wählt schließlich jene reaktionären Kräfte, wie es sie eben auch in Israel gibt. Diese stehen dann ihrerseits einem dauerhaften Frieden in Wege und lassen ihn in weite Ferne rücken.

Wie viele Diktatoren und Terroristen hat der reiche Norden mit Milliarden von Dollar unterstützt und diese später zu Feinden erklärt? Osama Bin Laden beispielweise, war mit der Familie Bush befreundet. Viele spätere Diktatoren besuchten höhere Schulen im Norden. Das demokratische Militär im Norden bildete Offiziere dieser Länder aus und die Polizei wurde ebenfalls bestens zur Unterdrückung des Volkswillens ausgebildet.

Da diese Kräfte nicht mit Steinen werfen können, um das Volk unter Kontrolle zu halten und um die Verwertungsinteressen des freien Nordens zu gewährleisten, lieferte der freie Norden die Waffen und modernste Technologie zur Aufstandsbekämpfung gleich mit. Die Rüstungsindustrie der USA, Russlands und – eben auch führend – Deutschlands und Frankreichs verdienen sich dabei goldene Nasen.

Während dann diese Waffen zu Niederhaltung und gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt werden, pflegt man offen diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen und füllt sich mit Waffen- und Technologietransfer und durch den Zugriff auf die für die Wirtschaft des Nordens so wichtigen Rohstoffressourcen, die Taschen. Der Bevölkerung des Nordens wirft man ein paar Brocken hin, damit diese still hält und diese Form der Weltwirtschaft akzeptiert.

Hin und wieder wird dann auch mal EIN BROT FÜR DIE WELT gespendet und einem süßem Kind mit Hungerbauch ein Schulabschluss finanziert. Damit ist dann das eigene Gewissen beruhigt. Obwohl alle wissen, dass solche Maßnahmen mitnichten die Ungerechtigkeit – bei der Verteilung des weltweiten Reichtums – lösen werden.

Und dann dass! Jetzt bedrohen uns diese Menschen deren Schicksal uns im Alltag vollkommen egal ist, mit weltweitem Terror. Medial auf breiter Ebene in Szene gesetzt, wird nun gegen Menschen, die sich nicht bekreuzigen, sondern sich zum Gebet auf Knien gen Mekka beugen, gehetzt.

Hass in der Durchschnittsgesellschaft sind Wasser auf den Mühlen von Berufsrassisten, die schon immer wussten, dass andere Religionen und Kulturen minderwertig und deshalb zu bekämpfen sind. Angst vor dem ANDEREN wird als Bedrohung der angeblich eigenen FREIHEIT geschürt. Mächtige Apparate und Technologien werden zur Überwachung und zum angeblichen Schutz vor dieser neuartigen Bedrohung auf- und ausgebaut.

Die Angst vor dem bedrohlichen und vermeintlich Anderem dient dabei auch der Überwachung der eigenen Bevölkerung.

NEIN! Ohne Bedrohungen, die uns von anderen drohen, kann der Kapitalismus nicht existieren. Dabei scheint es gerade den Deutschen ziemlich egal zu sein, wer da wen bedroht. Siemens und andere Technikunternehmen freuen sich über Extraprofite, die sie im Handel mit dem menschenverachtenden Regime in Teheran erzielen. Auch der Irak war ein Superhandelspartner. Vielleicht hat man sich auch deshalb am ersten Golfkrieg nicht so wirklich beteiligt.

Wenn dann – wie geschehen im Irak – die Verwertungsinteressen in Gefahr zu geraten drohen, weil einerseits der Diktator und frühere Freund die Seite wechselt und zudem Gefahr läuft von der eigenen Bevölkerung entthront zu werden. Dann wird zuerst Angst vor diesem geschürt und dann dürfen arme Soldaten – die nie von den immensen Profiten profitiert haben – die die einstige Freundschaft eingebracht hat – den Diktator mit Waffengewalt unter erheblichen KOLLETERALSCHÄDEN stürzen.

Danach beginnt unter Aufsicht der NORDMÄCHTE die Suche nach geeigneten „demokratischen“ Gruppierungen, die diesen genehm sind. In Afghanistan führte diese Suche dazu, dass man – trotz nachgewiesenem Wahlbetrugs – einer Verbrecherbande erlaubt, über das dort lebende Volk zu herrschen, während man eine Andere bekämpft. Afghanistan wurde ja erst dank der Unterstützung durch den freien Norden, von der Besatzung durch den unfreien Norden befreit.

Dabei gibt es doch eigentlich in diesem Land nichts zu holen. Warum dann so viele ausländische Truppen. Eine Truppe übernahm ja angeblich nur Polizeiaufgaben und führt erst jetzt, dank dem Grafen von Guttenberg, Krieg. Ein Blick auf den Globus erhellt das Interesse an diesem „HUMANEN“ Krieg. Afghanistan ist geopolitisch wichtig. Zum Bespiel um via Rohöltrassen, die günstige Versorgung mit diesem wichtigen Gut sicherzustellen. Dies jedoch ist solange unmöglich, solange das Gebiet von sich gegenseitig bekriegenden, miteinander rivalisierenden Banden beherrscht wird.

Und jetzt auch noch diese Rebellionen im arabischen Raum. Wen soll das Kapital da unterstützen und welche Parolen sollen die Medien den Menschen einimpfen? Werden radikale islamische Gruppierungen das entstandene Machtvakuum für sich nutzen können? Oder handelt es sich gar – wie es Anhänger von Verschwörungstheorien weltweit weismachen wollen – um eine von westlichen Geheimdiensten, allen voran dem CIA angezettelte Revolte? Auch wird viel von der Facebookgeneration geschwafelt!

Fakt ist! Dass es in diesen Ländern schon lange brodelt und das bei diesen Revolten die gesamte Bevölkerung millionenfach auf die Straßen gegangen ist. Frauen, Männer, Jung und Alt, Anhänger verschiedener Religionen! Diese Vorgänge als gesteuert oder nur als von der Facebookgeneration inszeniert zu bezeichnen, geht völlig an der Realität vorbei. Gerade die so gefürchteten radikalen Islamisten schlossen sich erst verspätet den Revolten an. Die Mehrheit der Menschen verlangt vor allem demokratische Rechte. Demokratische Rechte, die ihnen von den jeweils herrschenden Schichten ihrer Länder und ihren Handelpartnern im „FREIEN NORDEN“ bisher vorenthalten wurden.

Auffallend ist, dass man im freien Norden offensichtlich die Tragweite der Revolten unterschätzt hat. Den bis zum bitteren Ende wurden die Unterdrücker unterstützt und fleißig mit diesen gehandelt und verhandelt. Die EU wollte weitere Millionen Euro für die Flüchtlingsabwehr an Gaddafi bewilligen. Frankreich pflegte seine innige Freundschaft zu Ben Ali’s Clique und hatte sogar zu Anfang Hilfe bei der Aufstandsbekämpfung angeboten.

Als sich jedoch abzeichnete, dass die Rebellionen die arabische Welt unumkehrbar verändern werden, wurden die Positionen neu bezogen. Allerdings unterschied sich die nun folgende Unterstützung des Nordens, von Rebellion zu Rebellion, von Land zu Land.

Während der eben noch völlig teilnahmslose Norden, in Windeseile Tripolis und die Truppen des irren Gaddafi bombardierte – allen voran Frankreich und Großbritannien – und dabei nicht mal ein UNO–Mandat abwarten konnte, sieht man dem Morden des anfänglich von der Rebellion gepriesenen Militärs in Ägypten und anderswo weiter tatenlos zu.

Immerhin wächst nun – dank der Einmischung des Nordens – in Libyen die Gefahr eines lang anhaltenden Bürgerkrieges. Es werden wieder einmal Waffen geliefert werden müssen. Wer diese letztendlich erhält, bestimmt dann wieder einmal allein der freie Norden. Und dessen Kriterien sind klar. Die Interessen des Kapitals werden hierfür den Ausschlag geben.

Verfolgung, Hunger und Verlockungen!!!

Das sind die Gründe, die Menschen dazu zwingen ihre gewohntes, familiäres, gesellschaftliches Umfeld zu verlassen.

Für die Verfolgungen, den Hunger und auch für die Verlockung das eigene Land zu verlassen, trägt der FREIE NORDEN die Verantwortung. Zusammen mit den von ihm – mit Geld und Waffen – am Leben gehaltenen Despoten. All diese Menschen sind Opfer kapitalistischer Verwertungsinteressen.

Ihr Pech ist es, dass sie in einem Land geboren wurden, welches über wichtige Rohstoffe verfügt, aber nicht die technischen Vorrausetzungen hat, diese selbst zu verarbeiten.

  • Ihr Pech ist es, in einem für den Kapitalismus – dem „demokratischen“ Norden – geostrategisch wichtigen Fleck dieser Erde geboren worden zu sein.

  • Ihr Pech ist es, dass der herrschende Despot und oder sein ihn stützender Clan für den Kapitalismus tragbar ist und dessen Profitinteressen nicht im Wege steht.

  • Ihr Pech ist, dass man sie im wohlhabenden Norden, wohin all ihre Ressourcen verschwinden nicht haben will.

Es sei denn, sie sind zum Bespiel arabische Scheichs und halten Anteile am Daimler Benz Konzern oder können anderweitig zum Reichtum der Reichen dieser Länder beitragen!

Ist die Atomkraft noch zu retten?

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Wird der Ausstieg aus der Atomenergie jetzt endlich greifbar?

Oder geht bald alles so weiter, als wäre gar nichts gewesen?

 

Dass man durch den Einsatz der Atomkraft auch gewinnen kann, haben gerade erst die Landtagswahlen in Baden Württemberg und Rheinland-Pfalz, sowie die Kommunalwahlen in Hessen eindrücklich bewiesen. Aufgeschreckt durch die Bilder und Berichte über die zerstörten Reaktoren des Kernkraftwerkes in Fukushima, suchten anscheinend viele Wahlbürger ihre Rettung bei den Grünen. Dem „Super-Gau“ waren zudem ein schweres Erdbeben, sowie ein Tsunami vorausgegangen, der viele hunderte von Toten forderte. Nun ist mit weiteren Toten und Menschen mit erheblicher Strahlenverseuchung zu rechnen.

Irgendwie müssen diese Wähler sich daran erinnert haben, dass diese Partei einst als konsequentester Gegner der „friedlichen Nutzung“ der Atomkraft galt. Die Annahme, dass dies auch heute noch Gültigkeit haben könnte, muss man wohl der Angst der Menschen davor zuschreiben, dass sich ein solches Unglück auch hier ereignen könnte.

Dabei hatten die Grünen als sie sich an der Spitze der Macht glaubten, nichts Besseres zu tun, als sich mit ihrem damaligen Koalitionspartner auf jenen Vertrag über die Laufzeit von Atomkraftwerken zu einigen, der es der heutigen Bundesregierung von CDU und FDP erst möglich machte, diesen in eine Laufzeitverlängerung umzumünzen.

Sei ihres damaligen Verhaltens haben die Grünen in weiten Teilen der Anti-AKW-Bewegung ihre Bedeutung als Anti-Atomkraftwerkspartei verloren. In der neuerlichen Auseinandersetzung um die sich regelmäßig wiederholenden Castortransporte, war ihre Rolle beim Widerstand dagegen denn auch sehr umstritten.

Es geht hier jedoch nicht nur um die Grünen! Denn alle anderen Parteien stehen der „friedlichen Nutzung“ der Atomkraft noch näher bzw. den Energiekonzernen die diese tickenden Zeitbomben betreiben. Die Grünen kann man getrost als neue Mittelstandspartei betrachten, die den Produzenten alternativer Technologien näher steht und versucht diese beim positionieren am Markt zu unterstützen. Aber für die Beteiligung an der Macht und sei es mit der CDU, ist man halt hin und wieder zum Spagat gezwungen und auch bereit.

Laber, Laber Rhabarber!

Dass die „friedliche genutzte Atomenergie“ solch einen Spagat einen Scheißdreck interessiert, hat sie bereits damals in Tschernobyl bewiesen. Auch dort kam es zur Kernschmelze, einem sogenannten „Super-Gau“. Ein „GAU – größter anzunehmender Unfall“ – ist der Störfall für den die Sicherungssysteme der Atomkraftwerke gerade noch ausgelegt sind. Selbst dabei wird die Umwelt bereits bis an die sogenannten Grenzwerte belastet.

Der Super-Gau in Tschernobyl wurde damals solange geleugnet, bis die Messdaten anderer europäischer Staaten ein Leugnen nicht länger zuließen. Einzig in Frankreich konnte man merkwürdiger Weise keine kritischen Werte messen. KEIN KOMMENTAR.

Heute ist der zerstörte Reaktorblock mit einem „Sarkophag“ umgeben, unter dem der zerstörte Reaktor nun ausglühen soll. Das kann „EIN WENIG“ dauern! Zudem droht die Schutzhülle an mehreren Stellen einzustürzen. Damals wurden tausende ahnungslose Helfer von der damaligen Sowjetregierung, so genannte Liquidatoren, für dessen Bau eingesetzt. Wer da wen liquidiert hat ist bis heute nicht recht nachgewiesen. Die Vereinten Nationen sprechen von 4000 bis 9000 Toten. Die Umweltorganisation Greenpeace schätzt die Zahl der Opfer dagen auf 90.000 bis 200.000.

Die tatsächliche Zahl der verstrahlten Personen – auch der, der in Nähe des Reaktors wohnenden Zivilbevölkerung – und die tatsächliche Zahl derer die letztendlich daran zugrunde gingen oder an den Spätfolgen leiden, ist bis heute immer wieder geleugnet oder weganalysiert worden. Noch heute 25 Jahre nach dieser Katastrophe dürfen bestimmte Wildarten und Pilze in den Alpen nicht verzehrt werden, da sie die 3-20 fache Dosis dessen was Menschen „zuträglich“ ist aufweisen.

Aber keine Angst! In geschätzt 300 Jahren werden auch diese wieder ungefährlich zu genießen sein und die Speisekarten der alpinen Ausflugsorte zieren.

Auch bei den neuen Reaktorunfällen in Japan, wurden zunächst die eigene Bevölkerung und der Rest der Welt über die wirklichen Ausmaße getäuscht. Erst nach und nach kam das wirkliche Ausmaß der Katastrophe ans Licht. Schließlich wurde die gesamte Bevölkerung innerhalb eines 20 Kilometerumkreises, um die havarierten Reaktorblöcke, evakuiert.

Bereits kurz nach Beginn der Evakuierung der Bevölkerung wurden bei 190 Personen erhöhte Strahlenwerte gemessen. Die gemessen Werte werden heute in Sievert und nicht mehr in Rem ausgewiesen. Der Vorteil: Sievert hört sich eher nach einem Küchengerät an, denn als lebensbedrohliche Strahlung und der Herr nachdem diese benannt wurde, ist längst tot und kann sich nicht mehr dagegen wehren, dass der Strahlentod nun mit seinem Namen in Verbindung gebracht wird.

Doch der 20 Kilometer weite Evakurierungsradius scheint keineswegs ausreichend zu sein. Aus den USA kamen Hinweise, dass eher ein 50 Kilometerradius evakuiert werden müsse. Doch das passt ins Bild. Denn würde dieser Radius tatsächlich evakuiert, wäre selbst ein kapitalistischer, hochentwickelter Staat wie Japan mit seinem Latein am Ende.

Was die Messwerte anbetrifft, so wurden diese wohl zur Volksberuhigung falsch wiedergegeben. Selbst die Regierung des Landes, die als eng mit den Produzenten des Atomstroms verwoben gilt, wurde offensichtlich lange Zeit über die wahren Ausmaße der Katastrophe getäuscht.

Hierzulande übte man sich wieder in tiefster Betroffenheit. Kanzlerin Merkel verschlug die Gewalt der Natur, die letztlich verantwortlich für die Havarie der Reaktoren war, die Sprache. Nicht ohne darauf hinzuweisen – das Gottlob – hierzulande mit solchen Naturereignissen nicht zu rechnen sei.

Die meiste Bewunderung wurde der Ruhe und Gelassenheit, mit der sich die Betroffenen in ihr Schicksal fügen, zuteil. Besonders den Männern, die bewusst ihr Leben hingeben um das Schmelzen der Reaktorkerne zu verhindern, gilt die Bewunderung der Medien. Als moderne Kamikazepiloten werden sie bezeichnet. Ob sich ihr Opfer lohnen wird, bleibt dennoch abzuwarten.

Fakt ist! Dass selbst im weit entfernten Kalifornien eine leichte Erhöhung der zulässigen Strahlenbelastung – in Küstennähe – gemessen wurde. Das beweißt zum einen, dass die Behauptung, die Verseuchung des Meerwassers sei unerheblich, falsch ist. Zum anderen entspricht die Entfernung zu den Messstellen in Kalifornien, in etwa der von Fukushima nach Berlin und beweißt somit, dass von Menschen zu verantwortende Katastrophen heutzutage kaum mehr regional zu begrenzen sind.

Die meisten Fakten sind heute bereits bekannt. Doch welche Lehren wird man daraus für die Zukunft ziehen?

Zynismus muss man hier einigen Vertretern der Wirtschaft unterstellen, wenn sie zum Beispiel Besitzern von japanischen Automobilen hierzulande versichern, dass die Versorgung mit Ersatzteilen durch die Reaktorunfälle nicht gefährdet sei.

Die Kanzlerin will zumindest, wohl auch um der Kritik an der Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke hierzulande zuvorzukommen, fünf alte Atommeiler „vorübergehend“ lahmlegen, um deren Sicherheit zu überprüfen. Vorwürfen seitens der Opposition im Bundestag, dass diese Aktion mit der Wirtschaft abgesprochen sei, widersprach sie vehement.

Schon im Vorfeld schlossen die führenden Energiekonzerne Strompreiserhöhungen, im Falle eines Abweichens vom „ATOMKONSENS“, nicht aus. Und bereits die geforderte Abschaltung des uralten Meilers in Biblis seitens der hessischen Landesregierung, wird nun die Gerichte beschäftigen. Im Übrigen bleibt abzuwarten was, nach Abklingen der Angst und des ersten Schocks in der Bevölkerung, weiter mit der „friedlichen Nutzung“ passieren wird.

Zum Glück ist das menschliche Gehirn nicht fähig permanent Angst zu ertragen. Nach einem gewissen Zeitraum schaltet es den Verdrängungsmechanismus ein. KEIN WITZ!

Solange zumindest müssen „die Parteierklärbären“ und alle jene die sich ihrer Verantwortung für den Status Quo entziehen wollen, wohl oder übel, mehr oder weniger als Atomgegner, Kritiker und Skeptiker auftreten. Oder man spricht sich mit einem „flauem Gefühl im Bauch“ für eine Übergangsphase mit Atomkraft aus, da „REAL“ gegenwärtig keine Alternative ohne wirtschaftliche Nachteile und Einschränkungen in der Energieversorgung denkbar sei.

Jenen die behaupten, Deutschland sei auch ein „Energieexportweltmeister“ und ein Ausstieg sei ohne Schwierigkeiten machbar, sei gesagt. Sie haben immer noch nicht verstanden wer dieses Land und den Erdball fest in seinen Krallen hält und welchen Gesetzen deren System letztendlich immer folgt.

 Profit kommt vor Natur und Menschenleben! IMMER und Überall!

Keine Angst! Die Atomwirtschaft wird wieder das Zepter in die Hand nehmen. Viel Geld wird sie dafür springen lassen, um die Atomenergie als für DEUTSCHLAND unverzichtbar und dem Fortschritt dienlich darzustellen. Dazu wird man verwirrte und verbogene Wissenschaftler anwerben, unbelehrbare Wirtschaftvertreter ins Feld führen, Politiker und Promis bekannt aus Funk und Fernsehen, sowie solche die diesen Status gerne wiedererlangen möchten, für diesen Zweck suchen und finden. Sicher finden sich Printmedien und TV-Wissenschaftsprogramme – wenn man ihnen Aussicht auf Werbemillionen verspricht oder auch das Gegenteil – dass diese die Bevölkerung ganz nach ihrem Wunsch manipulieren.

Vielleicht nimmt man gleich so dämliche Promis wie die Klitschkos und wie sie alle heißen. Diese und einige andere Promis schwafeln derzeit von einer Zeitung, wie der „BILD AM SONNTAG“, als wäre sie gänzlich unverzichtbar. Einer Zeitung die wieder besseres Wissen und ohne verantwortungsvolle Recherche, gegen Ausländer, Harzt IV Empfänger, anscheinend linke Demonstranten und vermeintlich gewalttätige Anti-Atomkraftgegnern hetzt und maßgeblich für die Meinungsmache in diesem Land verantwortlich ist. Auch wenn dies immer wieder vom Einzelnen „ICH LASSE MICH DOCH NICHT MANIPULIEREN, NUR WEGEN DEM SPORT“ abgestritten wird.

Damit die Werbung für ihren angeblich so „billigen Atomstrom“ von Erfolg gekrönt sein wird, kauft sich die Atomkraftmafia das Wissen um die menschliche Psyche, von den besten Psychologen die man für Geld bekommen kann.

Tatsache ist, dass solange die Mehrheit der Bevölkerung meint durch „demokratische Wahlen“ etwas verändern zu können, es keinen Ausstieg aus der Millardenschweren Atomkraft geben wird. Solange bestimmt einzig und allein das Kapital, die Wirtschaft, die vier großen Energiekonzerne wann ausgestiegen werden darf. Solange werden jedes Jahr Castortransporte durch das Land, in vermeintlich sichere Zwischen- und Endlagerstätten, reisen.

UND! Auch wenn jetzt sofort alle Kernkraftwerke weltweit abgeschaltet würden, hinterlassen die derzeitigen Erdenbürger tödlichen, radioaktiven Müll, der Generationen in 20.000 Jahren noch als Andenken an uns dienen wird.

Allein schon dieser Fakt. 20.000 Jahre strahlender Abfall, der aus heutiger Sicht sicher gelagert sein soll, zeigt nur allzu deutlich zu welcher schwachsinnigen Vermessenheit wir neigen. Doch durch nichts wollen sich die Atomkraftwerkbetreiber ihren Profit schmälern lassen. Auch der „STAAT – oder die die sich dafür halten –“ lässt es sich einiges kosten, die Castortransporte vor den Gegnern diese Technologie zu schützen. Nicht um Schutz vor Unheil, sondern um den Schutz für einen ungehinderten Transport und dem WEITER SO geht es hier.

Auch wenn meist nur von den „üblen Aktionen“ – des zivilen Ungehorsams – der Demonstranten berichtet bzw. versucht wird von deren wichtigem und richtigem Anliegen in der Berichterstattung abzulenken. Gelingen tut dies bei weitem nicht mehr so gut, wie noch in der jüngeren Vergangenheit. Zukünftig sollen zudem Zwischen- und Endlagerung von radioaktiven Abfällen in Russland – wo die dortige Regierung weit weniger zimperlich bezüglich des Atommülls und auch gegenüber seinen Gegnern ist – erfolgen. Entsprechende Verträge sind bereits geschlossen.

Auch in Deutschland sind Atom-, Energiewirtschaft und Politik weit mehr mit einander verflochten, als sie es sein dürfte. Hier soll nicht an Gerhard Schröder und seinen Deal mit der russischen Gazprom erinnert werden und auch nicht verschwörungstheoretisch spekuliert werden. Aber auf die gewohnte „Stellvertreter Politik“ sollte sich die deutsche, wie die gesamte Weltbevölkerung besser nicht verlassen.

Das schlimme an uns, die sich angeblich im biblischen Auftrag die ERDE UNTERTAN machen sollen ist, das wir mit unserem durch den Kapitalismus pervertierten Egoismus und unsrer Technikgläubigkeit meinen, immer und zu jeder Zeit alles im Griff zu haben.

Nicht einmal 200 Jahre Industrialisierung haben der Umwelt jedoch nicht besonders gut getan. Natur wird vernutzt. Flora und Fauna verschwindet und wird verändert, viele, sehr viele Tierarten verschwinden auf immer von dieser Welt. Die Rohstoffvorkommen dieser einen Erde werden in kürzester Zeit ausgebeutet, zu Profit umgewandelt und stehen der Menschheit bald nicht mehr zur Verfügung. Langlebigkeit und Zweckmäßigkeit von Produkten spielen keine Rolle mehr.

Und das trotz der von uns gewählten „Volksvertreter“. Sehen die das denn nicht? Sehen die Politiker der Welt nicht, auf was wir da zusteuern? Wo ist ihre Macht? Wem dienen sie, wenn sich auf den teuren Umweltkonferenzen nichts aber auch gar nichts bewegt. Wo selbst für Emissionen die über dem Ausstoß liegen, die einem Land – laut großkotzigen Vereinbahrungen – zugestanden werden, ein Emissionshandel betrieben wird. An einer Emissionsbörse, wo mit Emissionspapieren gehandelt wird.

Da zudem wie immer wieder bewiesen, die Natur nicht auf die nächste Wahl wartet, bevor sie uns daran erinnert wo wir leben, wird es wohl Zeit das die Menschen selbst etwas tun. Die Bahnstrecken müssten beim nächsten Castortransport mit Menschen übersäht sein. Ein Durchkommen müsste verunmöglich werden. Die zur Begleitung vorgesehenen Polizisten müssten sich komplett krankmelden oder besser noch an der Blockade selbst teilnehmen.

Erst dann werden jene die mit fantasievollen Aktionen – IN NOTWEHR – gegen die „friedliche Nutzung der Kernenergie“ demonstrieren, nicht mehr nötig sein. Kein Prozess gegen die, die etwas tun, wird mehr geführt werden müssen. Eine Kriminalisierung des Widerstandes ausgerechnet seitens derer, die mit unserer Existenz spielen, hätte ein Ende. Kein Gummiknüppel, kein Gummigeschoß und kein Reizgas würde mehr gegen jene eingesetzt werden können, die jetzt schon mehr für den Ausstieg aus der „friedlichen Nutzung der Kernenergie“ tun, als jeder von uns und mehr als jeder „Erklärbär“ inklusive der von den Grünen.

Nur massenhafter aktiver Widerstand beendet die „friedliche Nutzung der Kernkraft“. Die Wahl von „Erklärbären“ dient nur der eigenen Beruhigung und der Verdrängung der Angst. Der Angstgegenstand wird aber nur verschwinden, wenn Menschen erkennen dass Interesselosigkeit, Gleichgültigkeit und Politikverdrossenheit nur jenen nützt, die Milliarden mit der Gefahr einer atomaren Verseuchung verdienen.

Tschernobyl, Fukushima, die zahlreichen Störfälle in anderen Reaktoren, in anderen auch europäischen Ländern, bröckelnde Decken in für die Zwischen- und Endlagerung bestimmten „sicheren“ Salzstöcken und die vielen Störfälle und Unfälle die der Öffentlichkeit zum Glück – für WEN – verschwiegen werden konnten …

ATOMARE KATASTROPHEN SIND NICHT REGIONAL ZU BEGRENZEN. HEUTIGE KATASTROPHEN ERKENNEN KEINE LÄNDERGRENZEN AN!

Bleibt noch … um das Ende der neuen Version der Serie Battlestar Galatica zu zitieren …

“ … All dies ist schon mal geschehen und wird wieder geschehen. … Wenn ein komplexes System sich wieder und wieder wiederholt, dann besteht irgendwann die Chance, dass etwas Neues daraus entsteht! … Das Gesetz des Zufalls, das den immer gleichen Ablauf verändern könnte … „

Hoffentlich bedarf es keiner neuen Evolution der Menschheit, um endlich aus ihren Fehlern die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.

Wir haben diese eine Erde nur von unseren Kindern geborgt! An uns liegt es, wie diese sie weiter nutzen und sich einst an uns erinnern werden.

Demokratie? Parteienherrschaft? Bitte WÄHLEN gehen!?

 

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Wird die Parteienlandschaft dem Demokratiegedanken noch gerecht?

„ALLE MACHT DEM VOLKE“

 

Das Wort Demokratie kommt bekanntlich aus dem Griechischen und bedeutet – (demos) Volk und (kratía) Herrschaft = Volksherrschaft. Es drückt den Gedanken aus, dass in einer entwickelten Gesellschaft, alle „Macht“ vom Volke ausgehen sollte.

Von den alten Griechen bis heute, ist es eine ganze Weile her. Die Welt gebar in dieser Zeit einen Herrscher nach dem anderen. Die Herrschaft über das Volk wurde von der „Blutlinie“ bestimmt. Neben der ach so heiligen Kirche aus Rom, waren es diese, die sich der Früchte – der Arbeit – der Bevölkerung bedienten und darauf ihren Reichtum begründeten. Für zu führende Kriege und Kreuzzüge wurden einfach deren Söhne eingesackt.

Die Bevölkerung war völlig rechtlos und durfte lediglich darauf hoffen, dass sie zufällig das Land eines gnädigen Herrschers oder Pfaffen bewohnte und in diesem eine Scholle beackern durfte. Mit dem Aufkommen von Städten – die sich infolge des Handels bildeten – entwickelte sich auch das Handwerk und später die ersten Manufakturen (Werkstätten). Diese organisierten sich in sogenannten Gilden um ihre Stellung gegenüber dem Adel und der Kirche zu stärken.

In den Städten entwickelte sich zum ersten Male auch eine Klasse von Menschen, die weder über Boden, den sie bewirtschaften konnten, noch über Produktionsmittel verfügten. Mit der Weiterentwicklung der Manufakturen zu großen Werken wurde die Klasse beständig größer. Dem Wohl und Wehe der Betriebsbesitzer ausgeliefert, lebte der Großteil dieser Menschen in elenden Verhältnissen.

Auch für die neu entstandene Klasse der Fabrikbesitzer, waren die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse zu eng geworden. Beständige Einmischung und Beschränkung des Geschäfts, Kriege und ständige steigende Abgaben – für den Adel und die Kirche – schränkten ihre Möglichkeiten zum Expandieren erheblich ein. Deshalb verbündete sich in Frankreich erstmals erfolgreich die Klasse der Fabrikbesitzer, mit dem in den Städten ansässigem Bürgertum und der Klasse der Arbeiter. Gemeinsam setzten sie der Herrschaft Napoleon III – nach dem dieser vor den Scherben eines verlorenen Krieges stand – ein Ende.

Es ist richtig, dass diese Revolution Rückschläge zu ertragen hatte. Das andere europäische Herrscher zur Rettung der Monarchie, dem französischem Adel zu Hilfe eilten. Sie hatten Angst vor dem Beispiel. Und am Ende, als die Stellung der Fabrikaten und des Bürgertums gefestigt war, vergaß man die Arbeiterschaft und behandelte sie wie vor dem.

In Deutschland bildeten sich in der Folge Parteien heraus. Der Zugang zu diesen Parteien war jedoch den unteren Schichten der Bevölkerung verwehrt. Frauen besaßen nicht einmal ein Wahlenrecht. Dies haben sie – geschichtlich gesehen – auch noch nicht lange.

Die entrechtete Arbeiterschaft organisierte sich Ende des 19.ten Jahrhunderts erstmals in Gewerkschaften um ihre Arbeits- und Existenzbedingungen zu verbessern. In diese Zeit fällt auch die Gründungsgeschichte der heute ältesten Partei im deutschen Bundestag, der SPD. Diese war – wie auch alle anderen Parteien zu dieser Zeit – eine ideologisch geprägte Partei. Die Kaiserlichen wollten ihren Kaiser und die Monarchie wiederhaben, die Parteien des Bürgertums wollten den Wohlstand und die Herrschaft des aufstrebenden Kapitals absichern, die SPD wollte sich der Rechte der ArbeiterInnen annehmen und strebte den Sozialismus an.

Es folgten die Sozialistengesetzte unter Bismarck und die Verfolgung der Sozialdemokraten. Auf Bismarcks Initiative hin verabschiedete der Reichstag dann am 15. Juni 1883 ein Gesetz, das unter dem wachsenden Druck und der gestiegenen Kampfkraft der Arbeiterschaft und ihrer Organisationen, die erste Sozialgesetzgebung Deutschlands wurde. Dieses sicherte zum ersten Mal in der Geschichte Deutschlands die Arbeiterschaft im Falle von Krankheit und bei Erwerbsunfähigkeit etc. ab. Dieses erste Zugeständnis an die Arbeiterschaft war zwar noch völlig unzureichend, aber es steht als Beweis dafür, dass nur wer kämpft auch etwas erhält.

Doch was soll jetzt diese lange Einleitung?

Zum einen musste aufgezeigt werden wie Parteien entstanden. Wie die Herrschaft vormals ausgeübt wurde. Was die Veränderungen herbeiführte und letztlich welche Interessen – IDEOLOGIEN – zur Parteienbildung führten. Die obige Einführung ist mehr als lückenhaft, aber vom Inhalt her richtig!

Heute – 100 Jahre später – sind wir es gewohnt etwa alle vier Jahre „Demokratie“ zu spielen und eine Partei, die „unsere Interessen“ am besten vertreten könnte zu wählen.

Der Wahltag – Endlich!

Jetzt kann der Wutbürger endlich die regierende Partei abwatschen. Ätsch! Da habt ihr die Quittung für Eure Regierungszeit. Dummerweise wählt der Wutbürger nun ausgerechnet die Partei, die er zuletzt mächtig abgewatscht hatte. Denn auch die hatte sich ihm gegenüber schlecht benommen.

Immer wieder erlebt er dann eine echte Enttäuschung, nach dem er die Sonderangebote der Parteien für echt angenommen hatte. Immer ähnlicher werden sich die Parteien. Jetzt – Heute – Fällt die Wahl noch schwerer, weil der Wutbürger, der enttäuschte Wähler glaubt, nur noch zwischen kleinen und großen Übeln wählen zu können. Welche Partei reißt mir weniger den „ARSCH AUF“!

Was ist mit den Parteien passiert? Warum sind die sich alle so ähnlich und wollen in der gesellschaftlichen Mitte stehen?

Die Antwort ist einfacher als man glaubt. Im Laufe der Entwicklung des Kapitalismus haben alle Parteien ihre unterschiedlichen, sich zum Teil völlig widersprechenden Ideologien über Bord geworfen. Sie haben sich im Laufe der Zeit gewandelt und sich dem Kapitalismus angepasst. Unter ihnen ist ein Wettbewerb entstanden. Wer kann den Kapitalismus am besten managen?

Vorgegaukelt wird der Wählerschaft, dass die Zustände heute nicht mehr mit denen vor hundert Jahren vergleichbar wären. In gewisser Weise stimmt dies ja auch. Wer hätte damals das Geld für einen Kleinwagen oder einen Flachbildfernseher gehabt. Nicht mal die Großeltern hatten so einen. Zudem gab’s die ja auch nicht. Doch die Großeltern wollten doch immer die alten Zeiten zurück.

Wollten sie da vielleicht auch die alten Parteien wieder? Jene die eine gesellschaftliche Utopie – als Vorlage für ihr politisches Handeln – hatten. Die, die Gesellschaft aus dem Blickwinkel derer sehen, die sie angeblich vertreten. Da wäre dann der Wahlgang sicher auch einfacher.

Damit ist jetzt Schluss!

Auch der Zusammenbruch des angeblichen Kommunismus hat zu der heutigen, scheinbaren Ideologielosigkeit in der Parteienlandschaft beigetragen. Dabei sieht der „Kommunismus“ die Abschaffung des Staates und damit auch der Parteien vor.

Wahr ist, dass selbst die Sowjetunion bzw. deren Führung durch eine Parteelite, ihre Ideologie und die daraus folgenden Ideale über Bord geworfen hatte. Eine Partei bzw. deren Elite beherrschte dort das Volk und eignete sich das Ergebnis der Arbeit an. Es herrschte lediglich eine andere Herrschaftsform des Kapitalismus.

Es ist jedoch falsch zu behaupten, die Politik sei heute Ideologiefrei. Denn alle Parteien haben den Kapitalismus als ihr Gesellschaftssystem adaptiert. Folglich bleibt beim Management desselben nur wenig Spielraum. Warum könnte man jetzt fragen, haben wir überhaupt noch Parteien? Warum für ein und denselben Kapitalismus so viele Parteien? Alle in einen Topf! Vielleicht kommt dann mehr dabei heraus!

Falsch gedacht! Denn es geht dabei unter anderem um verschiedene Klientel. Für die USA wird das wohl niemand bestreiten. Zum Beispiel spielt es für die Rüstungs- oder die Erdölindustrie schon eine Rolle, wer gerade das Land regiert. Das ändert am kapitalistischen System wenig. Im Fordergrund stehen immer die Rendite, der Gewinn und die Vormachtstellung des Gesamtkapitals der im Land ansässigen Investoren.

Das trifft auch auf die Bundesrepublik Deutschland zu. Niemand wird daran zweifeln, unter welcher Regierung die Solarindustrie besser abschneiden wird. Genau dasselbe gilt für die Atom-, sowie die Automobilindutrie und andere Industriezweige. Deshalb treffen die entsprechenden Wirtschaftunternehmen Vorsorge und knüpfen – im harmlosesten Falle – Kontakte zu einer oder aber auch mehreren Parteien und einflussreichen Persönlichkeiten. Umgekehrt steht die Suche nach möglichen industriellen Partnern, sowie die Suche nach Sponsoren, bei den Parteien auf der Tagesordnung.

Sicher ist und darüber sind sich die Parteien längst im Klaren. Am Kapital führt kein Weg vorbei, wenn man zur „Macht“ strebt. Es hält die öffentliche Meinung, mittels eigner kapitalschwerer Macht, sowie die ebenfalls kapitalistischen Medien in der Hand. An diesen Bedingungen richtet sich heute die Parteipolitik aus. Und hier liegt der Spielraum, in dem sich die Parteien von einander unterscheiden.

Für den Wähler wird dann ins Wahlprogramm und in die Parteiprogramme noch ein wenig Sozialschnickschnack und die Verantwortung der Partei für „die Nation“ gepackt. Dann endlich kann die „Demokratie“ so richtig losgehen. Letztendlich sieht sich die Bevölkerung dann wieder, den angeblichen Sachzwängen unter denen regiert wird, ausgeliefert.

Alle Parteien und die gewählten Regierungen gerieren sich heute als Pragmatiker!

Wir alle haben längst vergessen eigene Ansprüche und Wünsche an die Politik zu formulieren. Man hat uns beigebracht einen kapitalistischen Pragmatismus zu denken. Wir haben verinnerlicht, dass nur wenn es große und viele Unternehmen gibt, die hohe Gewinne einfahren, es auch ein Auskommen für uns geben kann. Wir haben tief in uns verinnerlicht, dass jeder andere Mensch im Grunde ein Konkurrent ist, der jede gezeigte eigene Schwäche gegen uns ausnutzt.

Ganz genau so funktioniert er! Der Kapitalismus! Jedes Unternehmen befindet sich im Wettstreit – in Konkurrenz – und wird die Schwächen der anderen für sich nutzen. Nur einmal ein Beispiel dafür, wie sich der Kapitalismus auf unser Denken und Handeln auswirkt.

Deshalb sind Gemeinsamkeit und Miteinander, ein anderes Wirtschaften – auch ohne Kapitalisten und Kapitalismus – so schwer für uns vorstellbar. Überhaupt DENKBAR. Und dennoch ist der Menschen als Einzelwesen kaum lebensfähig. Ohne Solidarität und gesellschaftliche Anerkennung geht jedes Einzelwesen zugrunde. Ganz schön kalt wird es in solch einer Gesellschaft. Oder ist es bereits jetzt schon ganz schön kühl?

Die Parteien haben ihre Rolle als Trägerinnen und Vermittlerinnen des Volkswillens verloren!

Keineswegs sollen hier die einzelnen Parteimitglieder beleidigt werden. Denn diese glauben an die Partei, in der sie Mitglied sind und wollen meist – fern jedes Karrieredenkens – das Beste für die Gesellschaft erreichen. Immerhin sind diese bereit für etwas zu streiten.

Der Verfasser selbst, war Mitglied in zwei solcher Parteien. Er hat für diese – auf deren Listen und als Direktkandidat – zu diversen Ortbeirats-, Kommunal- und Bundestagwahlen (keine Landtagswahl) – kandidiert. Zudem war er bei diesen in verschieden Funktionen tätig. Unter anderem als Kreisvorsitzender, Mitglied des Bundesparteirates „Erweiterter Parteivorstand“ und Mitglied verschiedener anderer Vorstände. Auch war er Gründungsmitglied einer dieser Parteien in Kassel. Hinzu kommen aktive Rollen in der Schulzeit, der Ausbildung und später im Beruf bzw. in der Gewerkschaft.

Das müsste ausreichen, um beurteilen zu können, welche Rolle die „gemeine Mitgliedschaft“ in einer Partei spielt. „Parteisoldat“ beim in Umlaufbringen der Positionen der Partei z. B. bei Wahlen. Mitglieder sind Multiplikatoren bei der Verbreitung der Meinung einer Partei. Deshalb braucht eine Partei Mitglieder. Mitglieder gewinnt eine Partei durch ihr gesellschaftliches Erscheinungsbild. Mitglied wird man meist durch die Überzeugungskunst eines Bekannten, oder auf Festen – Gemeinschaftssinn – oder aber auch durch gesellschaftliche Ereignisse von persönlicher Bedeutung.

Der größte Teil der Mitgliedschaft beschäftigt sich im Weiteren sehr wenig mit dem Parteiprogramm, beziehungsweise dessen Entstehen, oder um parteipolitische Dinge. Zu diesem Zweck wählen sie Vorstände auf Ortsteil-, Stadt-, Landes-, und Bundesebene. Diese Vorstände wiederum wählen sogenannte geschäftsführende Vorstände. Ähnlich analog verhält es sich allerdings leider auch mit den heutigen Gewerkschaften.

Diese geschäftsführenden Vorstände stehen je nach ihrer Bedeutung, in ständigem Kontakt und tauschen wichtige Informationen – „die Partei“ und politische Entwicklungen betreffend – aus. Sie allein treffen alle wesentlichen Entscheidungen, zwischen den Parteiversammlungen, auf denen sie gewählt werden, die die Partei und deren Auftreten betreffen. Niemand wird also ernsthaft bestreiten, dass diese Personengruppen einen immensen Informationsvorteil, gegenüber der restlichen Mitgliedschaft haben und erheblich den Weg – den eine Partei einschlägt – beeinflussen.

Eine Partei wird also im Wesentlichen von oben nach unten betrieben und durchorganisiert. Auch wenn dies – auf immer und ewig – von den neuen Königen und neuen Königinnen bestritten werden wird. Um die Fäden ganz oben in der Hand zu behalten, bedarf es einiges an Taktik. Führungsfiguren müssen deshalb bis in die unterste Riege einwirken und Kontakte halten. So übrigens wird auch die Nachfolge bzw. der Nachwuchs rekrutiert. Denn der muss die eingeschlagene Politik der Parteieliten fortsetzen, bzw. darf diese im Nachhinein nicht diskreditieren.

Durch diese Parteienhierarchie kann sich kaum jemand emporarbeiten, der von den Eliten nicht gewollt ist. Einzig ein taktisches Moment ist es, eine angeblich von der Mehrheit abweichende Meinung – Person – zu integrieren. Damit wird sowohl der Mitgliedschaft, als auch der Gesellschaft die angebliche Pluralität der Partei, vorgegaukelt.

Die Eliten der Parteien sichern jedoch immer ab, dass diese „Andersdenkenden“ ihren Absichten auf keinen Fall schaden können. Als Aushängeschild gut! Wenn zu forsch, abgesägt! Auf diese Weise bestimmt eine handverlesene „GANG“ die Geschicke und die Politik einer Partei.

Sie bestimmt darüber wer zu ihr aufsteigen darf. Lenkt die Geschicke und die politische Ausrichtung der Partei selbst. Sie hat erheblichen Einfluss auf alle, die gesamte Bevölkerung betreffenden Maßnahmen, während einer Regierungsphase der betreffenden Partei. Dabei muss nicht einmal die gesamte Elite den Kopf hinhalten. Im Zweifelsfall schickt man einen Aufsteiger – aus der zweiten Reihe – an die „Regierungsfront“. Besser man hält sich offiziell im Hintergrund und zieht dort die Fäden und behält seine „Macht“, wenn das Unternehmen vor die Wand fährt.

Demos = Volk + Kratía = Herrschaft > Volksherrschaft!

Den meisten Bürgern dieses Landes, aber nicht nur hier, ist längst klar, das sie keinesfalls in einer Demokratie leben. Wenn dem aber so ist, dann können diese angeblichen „Demokratien“ auch keine Demokratien nach „WESTLICHEM VORBILD“, im Rest der Welt etablieren. Im Falle der Aufstände im arabischen Raum, wird dabei die Geographie mächtig auf den Kopf gestellt.

Summiert man alles oben Aufgelistete, kann man durchaus zu dem Schluss gelangen, dass die Wahl einer Partei, keine Lösung bei der Bewältigung anstehender Probleme darstellt. Dass eine Mitgliedschaft – in einer dieser verknöcherten Parteien – auch keine Teilhabe an der „Macht“ bzw. keinen Einfluss auf den tatsächlichen Gang der Geschichte und Geschehnisse bedeutet.

Doch Parteien waren tatsächlich einmal zur Weiterentwicklung der Gesellschaft von Bedeutung. Jeweils dann wenn sie die Träger der Interessen breiter Gesellschaftsschichten und die Visionäre einer besseren Zukunft waren.

Die Sklaven lehnten sich einst organisiert gegen ihre Unterdrücker auf und das obwohl selbst die Bibel, Sklaven an der Seite ihrer Protagonisten, als völlig normal darstellt. Die Umstände und der Zufall machte einige von ihnen zu Führern. Nach und nach verschwand die Sklaverei. Weil sie von den Sklavenhaltern als unwirtschaftlich erachtet wurde. Aber auch wegen der steigenden Aufstandsgefahr.

Fabrikanten, das Bürgertum und der moderne Arbeiter des beginnenden Industriezeitalters beendeten die Herrschaft des Adels und verwiesen die Kirche auf ihren Platz. Später erkämpft die visionäre SPD die ersten Arbeiterrechte und die ersten Sozialsysteme bzw. zwang die Herrschenden zu Eingeständnissen.

Heute drängeln sich alle Parteien in der sogenannten Mitte zusammen, die wohlmöglich ein wenig weiter von links als von rechts entfernt ist. Alle wollen im Grunde nur noch eins. Den Kapitalismus managen. Den sogenannten „technologischen Fortschritt“ vorantreiben. Dabei scheinen sie blind dafür zu sein, dass dieses Fortschreiten immer mehr aus dem Ruder läuft. Die ständige steigende Krisenanfälligkeit ihres Systems – das sie zu verewigen suchen – mit immer heftigeren Auswirkungen. Der Einsatz lebensbedrohlicher Techniken mit unumkehrbaren Veränderungen in der Natur, inklusive der unser aller Leben beschützenden Atmosphäre. UND! UND! UND!

Angebliche Sachzwänge sollen dabei einer grundsätzlichen Abkehr vom jetzigen Kurs im Wege stehen. Tatsächlich ist es der kapitalistische Verwertungsprozess und die im Kapitalismus wirkenden ureigenen Gesetze, die einem STOP des WEITER SO entgegen stehen.

Hier soll jetzt kein Untergangsszenario herbeigeredet werden. Aber an der Bedeutungslosigkeit der Parteien, bei der Verwirklichung der wirklichen Menschheitsinteressen, ändert sich nichts.

Die Parteien haben ihre Rolle als Transporteure des Willens der Mehrheit verloren!

Wenn diese Behauptung aufgestellt wird, wird man ihr entgegenhalten, dass doch gerade die Grünen oder die Partei „DIE LINKE“ gar nicht in diesen Rahmen passen.

Dazu ganz kurz!

Die Grünen sind „ERWACHSEN“ geworden. Die Radikalität ihrer Forderungen – speziell die, die Umwelt betreffend – haben an Schärfe verloren. Unter Grün in der Regierungsverantwortung, ist nicht ein Kernkraftwerk in Ruhestand gegangen. Die Grünen haben uns Harzt IV beschert. Und unter Rot – Grün wurde der Grundstein zur Verarmung einer breiten Masse der Bevölkerung gelegt.

Dabei dem verkommenen Schröderhaufen die ganze Schuld zu geben, führt am Problem vorbei. Hätte Grün ein Gewissen, wäre daran die Zusammenarbeit gescheitert. Denn das Gewissen sagt, drohende Umweltkatastrophen halten sich nicht an Koalitionsvereinbahrungen. Längst hat sich bei den Grünen auch eine Elite gebildet, die z. B. – nur um an der Macht zu bleiben – dass Rotationsverfahren bei Abgeordnetenmandaten außer Kraft setzte. Um in eine Regierung einzuziehen, wurden gleich mal die eigenen Parteitagsbeschlüsse außer Kraft gesetzt.

Um all dies umfassend behandeln zu können, würde dieser Beitrag nur noch länger.

Die Partei „DIE LINKE“! Ist doch schön, noch so ein paar ideologische Spinner zu haben! Die dienen dann als Auffangbecken für alle Unzufriedenen. Das erspart es den Unzufriedenen selbst aktiv zu werden. Und … bewahrt so, denn Status Quo. Zum anderen kann man dort, wo die Partei „DIE LINKE“ in Landesregierungen sitzt, sehen was von dem übrig bleibt, was diese Partei sich selbst zum Ziel gesetzt hat.

Gescheiterte Existenzen aus der SPD (nicht Lafontaine ist gemeint) die dort keinen Fuß auf den Boden bekamen, ringen nun in dieser Partei mit anderen Karrieristen um die einflussreichsten Posten und Pöstchen. Mal sehen, wann die Medien auch der Partei „DIE LINKE“ ein „ERWACHSENWERDEN“ bescheinigen. Das wird spätestens dann der Fall sein, wenn SPD und Grüne bundesweit, ohne Mitwirkung „DER LINKEN“, keinen Fuß mehr auf den Boden bekommen.

Dennoch gibt es in allen Parteien liebenwerte Menschen. Der Verfasser des Beitrages kennt einige davon. Einige sind in den Parlamenten und Vorständen wiederzufinden. Doch diese fristen eher ein Dasein als Einzelkämpfer.

Kurz! Die Parteiendemokratie/herrschaft ist am Ende!

Es wird Zeit, dass endlich die Menschen – nicht als Parteimenschen – beginnen, Demokratie zu leben. Dazu braucht es keine Parteien. Die Bedürfnisse der Menschen müssen von unten nach oben getragen werden. Kein Pragmatismus des – kapitalistisch – Machbaren mehr!

Eine demokratische Gesellschaft ist immer „IMMER“ von unten nach oben organisiert.

Ein Ausweg aus dem Parteidilemma könnte das Beispiel der Arbeiter- und Soldatenräte, die auch maßgeblich für das Ende des 1sten. Weltkrieges verantwortlich waren, sein. Dank der Mithilfe der – sich immer mehr dem Kapitalismus zuwendenden – SPD, wurden diese gewaltsam und blutig aufgelöst, als sie die traditionelle Form der „Machtausübungen“ zu bedrohen begannen. Diese Räte basierten auf einem Delegiertensystem.

Ein Delegiertensystem könnte einer Elitenbildung entgegenwirken, weil Delegierte nur mit einem bestimmten Auftrag – von den sie Delegierenden – versehen sind. Sie bleiben der Gruppe, Straße, Stadtteil … über den Fortschritt ihres Anliegens rechenschaftspflichtig und können entsprechend ab- und wiedergewählt werden. Berufspolitiker dagegen, verlieren sehr schnell den Blick für die Realität. Delegierte hingegen besitzen außer der Ehre, das Vertrauen einer größeren Gruppe zu besitzen, keine Vorteile.

Doch das ist nur ein erster Gedanke. Der auf fruchtbarem Boden weiterentwickelt werden könnte. Letztendlich dreht sich die Welt weiter. Und das, obwohl sie einst nicht einmal rund sein durfte. Nichts bleibt wie es ist!

Wählen gehen ist Bürgerpflicht!

Stimmt! Denn solange es die Menschen zu den Wahlurnen drängt und noch eine einigermaßen Wahlbeteiligung erzielt wird, bleibt alles unter Kontrolle. Die Parteien können so behaupten, dass Vertrauen der Bevölkerung zu besitzen. Im Namen des Volkes können sie weiter Arbeitslose für ihre eigene Situation verantwortlich machen.

Gleichzeitig können sie die Lasten, für die angeblich notendige Wettbewerbsfähigkeit der landeseigenen Wirtschaft, der Gesamtbevölkerung aufhalsen und weitere Einschnitte in Bildung, Gesundheit und Alterversorgung vornehmen.

Also bei all den Errungenschaften, die dem reaktionären Grafen Bismarck – vor hundert Jahren – mühsam abgerungen werden konnten.

Wählen heißt für viele eben nur abwatschen. Das Abwählen einer Partei, die Scheiße gebaut hat und das wählen einer anderen Partei, die davor Scheiße gebaut hat. Kaum ein Mensch geht heute mehr wählen, weil er/sie sich davon eine Verbesserung der derzeitigen Situation verspricht.

Jetzt wenden wieder einige ein, dass wenn man nicht wählen geht, dies einer Partei nutzen könnte, die alles noch schlimmer machen würde. Heißt also – unter den heutigen Bedingungen – dass kleinere Übel wählen.

Was aber, wenn dann das vermeintlich kleinere Übel sich als großes Monster entpuppt? Was wenn diese Partei dann behauptet, dass ihm vom Volk das Vertrauen ausgesprochen wurde und damit ihre Machenschaften, in Zusammenarbeit mit ihren Lobbygruppen, rechtfertigt? Gewählt ist dann gewählt!

Wer könnte bei der großen Ähnlichkeit der Parteien (Profillosigkeit) vorhersagen, was die jeweilige Partei tut, wenn sie an der „Macht“ ist. Allen Parteien ist ohnehin ihre Verbundenheit mit und ihre Abhängigkeit vom Kapitalinteresse gemein.

In einigen Ländern wurde bereits die Wahlverweigerung als Demonstration des Willens/Unwillens der Bevölkerung genutzt.

Was wäre denn, wenn hierzulande ganze 5 % der Bevölkerung zur Wahl gingen? Wie wollte die Siegerin, die aus diesen Wahlen hervorgeht der restlichen Welt erklären, dass sie das Vertrauen der Bevölkerung besitzt? Eine solche Regierung würde auf keinem Fleck der Erde anerkannt. Angst vor rechtsgerichteten Parteien? Selbst wenn dann die NPD 50% der abgegebenen Stimmen bekommen würde, über welche Bevölkerung wollte sie dann regieren?

Der Schock aber, der durch ein solches Wahlverhalten ausgelöst würde, wird ganz sicher die „Herrschenden“ und ihre Parteien wachrütteln. Sicher ist ein einfaches Fernbleiben von den Wahlen noch kein wirkliches politisches Statement. Aber! Vielleicht ließe sich so was auch organisieren und alle gehen „UNGÜLTIG WÄHLEN“. Mit sich emanzipierenden Menschen, wäre dies möglich. Sie könnten deutlich machen, dass die Parteiendemokratie/herrschaft dem Ende und die Menschheit einer besseren Welt entgegen geht.

Sogenannte Volksentscheide sind keine Lösung des Problems, sondern schaffen höchstens Neue. Sie sind meist medial manipuliert. Das Problem dieses durchaus demokratischen Mittels wird schon dadurch entdemokratisiert, da in unserer Gesellschaft keine ausgewogene Berichterstattung, über die unterschiedlichen Meinungen, vorherrscht. Abweichende ideologische Meinungen werden ausgegrenzt oder als marginal abgewertet.

Alle reden von der Krise! Doch wem gehört sie?

 

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Von wessen Krise wird eigentlich dauernd geredet?

Es war einmal … Vor gar nicht allzu langer Zeit … In dieser Galaxie … auf einem Planeten genannt Erde.

Auf der Jagd nach immer mehr und mehr Extraprofiten, mit vor Gier geifernden Mäulern hat das Kapital alle Grenzen der Vernunft verloren. Es schafft durch den Zwang nach mehr Profit immer größere Spekulationsblasen und hat dabei alle Hemmungen verloren.

Vor einem Mann mit einem dichten Rauschebart – den alle nur als den längst widerlegten Marx kennen – vor dessen Beobachtungen und Schlussfolgerungen, die dieser bereits vor mehr als hundert Jahren angestellt hat, haben die Anleger und Profiteure des Kapitalismus Angst.

Dieser hatte angemerkt, dass die Krisenhäufigkeit im vollentwickelten Kapitalismus zunehmen und ständig katastrophalere Ausmaße annehmen werde. Aber die Macher, die Manager und Anleger der großen Banken und Konzerne dieser einen Erde und ihre Handlanger aus der Politik behaupten bis heute, es besser zu wissen.

Zumindest versuchen sie dies – weltweit mittels ihres medialen Monopols – ihren Herden von menschlichem Rohmaterial – das sie ganz nach ihren Bedürfnissen, dem Verwertungsprozess zur Profitmaximierung zuführen oder auch aus diesem ausschließen – einzutrichtern. Ihr Konkurrenzkampf um den maximalen Anteil am Markt und damit dem größten Stück Profit wird kurzerhand zum Gemeinschaftsinteresse erklärt.

Die Gewinner solcher Kapitalschlachten veranlassen dann mittels ihrer Handlanger Jubelveranstaltungen. Länder wie Deutschland feiern sich überschwänglich als Exportweltmeister. Doch weder das Land sprich Berge, Wälder, Wiesen und Flüsse, noch diejenigen die dies überhaupt möglich gemacht haben, bekommen auch nur im Entferntesten etwas für ihr Engagement.

Dabei haben sie in diesem Kampf, durch Lohnverzicht, staatlich verordnete Sparmaßnahmen und den Abbau von Rechten wie z. B. des Kündigungsschutzes, Hartz IV, neue Renten- und Gesundheitsversorgungsregelungen, entscheidend zur sogenannten „Wettbewerbsfähigkeit des Landes“ beigetragen. Die arbeitende Bevölkerung und auch jene die das Kapital aus dem Verwertungsprozess ausgegrenzt hat, haben den Konzernen und Banken riesige Gewinne ermöglicht. Bei der Verteilung des Profits war sie jedoch lediglich Zuschauer.

Stolz darf sie darauf sein, dass sie die arbeitende Bevölkerung anderer Länder ausgetrickst hat. Denn in diesen brach der Absatz der einheimischen Produktion logischerweise ein – billigere Waren aus Deutschland überschwemmten dort den Markt – und verursachten eben Arbeitslosigkeit und unsichere Zukunftsperspektiven.

Stimmt nicht?

Auch in Ländern – wie Deutschland – die ihre Bevölkerung Olympiareif zurechtstutzten, wurden tausende Menschen von der Teilhabe an der Gesellschaft ausgegrenzt. Immer mehr Menschen müssen auch dort von einem sogenannten „Existenzminimum“ leben. Die Massenkaufkraft ging so immens zurück, dass viele Kleingewerbetreibende in die Pleite getrieben wurden. Was bitte stimmt denn dann?

Es stimmt!

Großkonzerne und Banken machen riesige Gewinne und räumen in ihrem Konkurrenzkampf um mehr Markanteile, andere Unternehmungen aus dem Weg. Einheimische Konkurrenten wie auch Unternehmen in anderen Ländern. Oder sie reißen sich deren Produktion unter den Nagel. Gewinner ist somit eigentlich nur das Wirtschaftsystem, das dieser Produktionsweise zugrunde liegt. Es macht es möglich, dass mittels Nullen und Einsen – auf vernetzen Computern – Gewinne ausgewiesen werden können.

Doch nun herrscht wieder mal Krisenstimmung und dieses Mal drohen gar Staatspleiten. Zwar hört man von den wirklichen Gewinnern wenig. Dafür aber von ihren Handlangern, die mit weiteren Sparmaßnahmen, wieder mal getragen von der Gemeinschaft, die Krise bewältigen wollen.

Zuerst sanierten sie die Banken. Denn ohne Kapital kein Kapitalismus. Dabei bekam die Deutsche Bank ihre Kassen von der amerikanischen FED wieder gefüllt, die ihre faulen Investitionen aufkaufte. Deshalb konnten die Vertreter dieser Bank hier in Deutschland auch so auftreten, als hätten sie keine Solvenzprobleme. Die anderen bundesdeutschen Banken gaben ihre faulen Papiere an eine von ihren Handlangern eingerichtete „Bad Bank“, die diese zu einem Preis weit über ihrem „kapitalistischen Wert“ aufkaufte. So wurden die Verluste auf die Gemeinschaft verteilt.

Nur eine Anmerkung!

Spekuliert wird auf eine Investition, von der die Anleger erwarten, dass diese maximalen Profit abwirft. So entstehen zum Beispiel eben Immobilien. Diese sind nach ihrem Bau existent. Kaum jemand wird nun behaupten, dass dies nicht der Fall ist und man sie gesellschaftlich nicht nutzen könnte. Tritt nun aber der Fall ein, das diese Immobilien nicht zum erwarteten Preis losgeschlagen werden können, oder das für deren Bau aufgewendete Kredite massenhaft nicht mit Zins und Zinseszins zurückgezahlt werden, dann entsteht für den Investor und die Kreditgebende Bank ein Verlust.

Eine Krise entwickelt sich also dann, wenn sich die Anleger in ihrer Profitgier verspekulieren und das durch die Enthaltsamkeit der arbeitenden Bevölkerungen abgepresste und ihnen vorenthaltene Kapital in den Sand setzen.

Stimmt es, das wenn es den Unternehmungen gut geht, auch den Beschäftigten gut geht?

Was hat die finanzielle Entlastung die Count Schröder und Darth Joschka und ihre Parteien den Unternehmen verschafften also gebracht? Nach dem die dunkle Seite sich die neue Schülerin Darth Merkel vom Volk hat wählen lassen? Hat sich seit dem etwas an der Organisierung des Verwertungsprozesses und der Verteilungsgerechtigkeit des gesamtgesellschaftlich erwirtschafteten Gewinnes geändert?

Stimmt es, dass je höher die Profiterwartung ausfällt, nichts für die die ihn erwirtschaften herauskommt?

Vielleicht sieht der Kapitalismus auch gar nicht vor, dass diejenigen die den Gewinn erwirtschaften ausreichend an ihm beteiligt werden! Der Mann mit dem Rauschebart – also der längst widerlegte – hat einmal behauptet, dass kein Kapital human sein kann. Den würde ein Unternehmen sich den Gesetzen des Kapitalismus widersetzen und einen Teil des den Beschäftigten geraubten Gewinns an diese zurückgeben, es der Wolfskonkurrenz nicht mehr standhalten könnte und somit „in Arsch“ sei.

Auch sprach jener Rauschebart von einem sogenannten Gerüst, auf dem der Kapitalismus aufbaut. Er benutzte hierzu eine Pyramide. Im Wesentlichen dürfte diese bekannt sein. Er sprach aber auch von einem sogenannten gesellschaftlichen Überbau. Dieser sorge dafür, dass das wacklige Konstrukt des Kapitalismus zusammengehalten wird. Zudem bestehe dessen Aufgabe darin, das wahre Wesen des Kapitalismus zu verschleiern. Zu diesem gehören auch unsere Erklärbären der „DUNKLEN PARTEISEITE DER MACHT“ und die „MEDIEN“. Diese haben die Aufgabe der Masse vorzugaukeln der Kapitalismus ließe ihr Spielräume und Chancen bei der Teilhabe an der Macht.

Tatsächlich aber ordnet der Kapitalismus alle menschlichen Bedürfnisse seinem Interesse am Profit, der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen unter. Nicht nur der einzelne Mensch muss sich den Verwertungsinteressen unterwerfen. Auch die Natur und die Umwelt haben sich seinen Interessen unterzuordnen.

Geht da zum Beispiel mal mit der Atomkraft was schief, dann treten wieder die Erklärbären auf und versuchen zu beschwichtigen. Dabei bringt jedes Jahr weitere Laufzeit für Kernkraftwerke den Energiekonzernen milliardenschwere Gewinne. Ganz davon ab kann der Zeitraum zur Entwicklung neuer Konzepte für alternative Energieerzeugung ausgeweitet werden.

Selbst dann entblöden sich unsere Erklärbären nicht, wenn Diktaturen und autoritäre Regime die man jahrelang mit Waffenlieferungen in 100millionenhöhe versorgt hat, um Stabilität für die Versorgung mit z. B. Rohöl zu gewährleisten, stürzen. Da wird einfach die Seite gewechselt und die Hoffnung ausgesprochen, dass diese Ländern sich die „demokratischen Werte des Westens“ zu Eigen machen. Auch wird hinter der Hand schon mal spekuliert welche Vorteile sich aus der neuen Situation, welche Vorteile sich für die Profitmaximierung ergeben könnten. Die Menschen und deren Lebenssituation sind den Anlegern jedenfalls total egal.

Im Laufe der Revolutionen im arabischen Raum, sanken teilweise die Börsenkurse, während sie in Folge der Katastrophe in Japan, wegen der Gewinnchancen beim Wiederaufbau der Wirtschaft, anstiegen.

Die einzige Angst bezüglich Libyens neben der des Zugriffs auf dessen Erdölreserven, ist die Angst vor steigenden Asylantenzahlen. Bis kurz vor dem dortigen Aufstand hatte sich die EU der Freundschaft Gaddafis – durch millionenschwere Verträge – bei der Rückhaltung und Rückführung von Flüchtlingen versichert. Wie die Machthaber mit den sich auf der Flucht Befindlichen und in Libyen zurückgehaltenen Menschen umgingen und was aus ihnen letztlich wurde und wird interessierte hierzulande niemand.

Waffenlieferungen an autoritäre Regime und Menschenrechtsverletzungen sind nur dann für das Kapital von „moralischem“ Interesse, wenn sie seinen Verwertungsinteressen zuwiderlaufen.

Der Mensch an sich wiederum ist lediglich für den Produktionsprozess und als Konsument von Interesse. Auch hat der Kapitalismus den Begriff Arbeit klar für seine Belange definiert. Demnach ist Arbeit eine Tätigkeit, für die Entgelt gezahlt wird und durch deren Ausbeutung für denjenigen der sie verwertet ein Gewinn entsteht. Erziehung, Haushaltführung, das übernehmen von sozialen Aufgaben etc. genießen nicht den Ruf Arbeit zu sein und werden hingegen oft auch als ehrenamtliche Tätigkeit bezeichnet.

Heute einen „Beruf“ zu erlernen oder auszuüben, heißt in der Regel nicht einem seiner „Berufung“, also einem seinen Fähigkeiten und Interessen entsprechenden Job nachzugehen. Der kapitalistische Markt bestimmt was er an Tätigkeiten für die Profitmaximierung benötigt. Damit ordnet er menschliche Bedürfnisse seinen eigenen Interessen unter. Und nicht nur das! Millionenfach wird menschliche Arbeitkraft ungenutzt vergeudet und bleibt ungenutzt. Menschen mit wahrscheinlich vielschichtigen Befähigungen werden sich selbst überlassen und gesellschaftlich an den Rand gedrängt.

Und dennoch blasen die „Erklärbären“ aller Parteien, das Horn der Banken und Großkonzerne und versuchen uns deren Interessen als die unseren zu verkaufen. Sie stellen den Kapitalismus als einzig mögliches Paradies – welches wir jemals bekommen können – dar. Dabei unterlassen sie es tunlichst zu erwähnen, das auch die ärmsten Länder Afrikas, Südamerikas und Asiens zur Wirtschaftordnung des Kapitalismus gehören. Monarchien, Diktaturen und andere autoritäre Staatsformen ändern nämlich nichts an der weltweit gültigen Wirtschaftform. Nämlich der des Kapitalismus. Sie sind lediglich Spielarten der Unterdrückung der jeweiligen Bevölkerungen, um sie für den profitbringenden Verwertungsprozess verfügbar zu machen.

Nur weil man das vermeintliche Glück hatte arbeitend oder nicht benötigt im „westlichen Teil“ dieser Welt geboren zu sein und deshalb ein wenig vom Elend andere Landstriche dieser Welt profitieren kann. Zeugt dies wirklich von einem funktionierenden System? Ist der Kapitalismus wirklich der Weisheit letzter Schluss?

Der Kapitalismus ist die einzige funktionierende Wirtschaftsform! Eine Lüge?

Also noch mal die Frage: Von wessen Krise reden wir hier eigentlich? Wem gehört sie? Und wer finanziert sie?

Geht es bei den Maßnahmen zur Rettung aus der Krise, um die Rettung der kleinen Leute und deren Existenz, deren kleiner Sparguthaben, Renten und Häuschen?

Der Kapitalismus braucht Kapital. Kapital für Investitionen, für Produktion und Spekulation erhalten die weltweit agierenden Konzerne von Banken und Anlegern. Ohne Kapital keinen Kapitalismus. Also mussten die Banken gerettet werden. Das heißt jeder einzelne von uns büßt jetzt kollektiv für eine Misere, die einzig das Kapital selbst angerichtet hat. Damit der Wahnsinn von Profit und sogenanntem Wachstum weitergehen kann, bis das Kapital – das immer darauf bedacht ist ohne staatliche Bevormundung schalten und walten zu können – die nächste kapitalistische Scheiße anrichtet.

Doch selbst eine Krise weiß der Kapitalismus bzw. seine Akteure für sich zu nutzen. Denn in Krisen gehen auch Konkurrenten unter. Für die verbleibenden Akteure bieten sich nun neue Chancen, sich deren Marktanteile zu sichern und sich in kürzester Zeit noch kapitalschwerer als vormals zu präsentieren. Der widerlegte Mann mit dem Rauschebart hatte auch davon geschrieben und dies als im Kapitalismus gesetzmäßig bezeichnet.

Wir reden von der Krise der kapitalistischen Wirtschaftsform. Die Krise selbst ist die des Kapitals!

Dennoch ist dies noch lange nicht das Ende. Wirtschaft und „Erklärbären“ sowie die Medien der „DUNKLEN MACHT“ werden alles daran setzen, der Menschheit darzulegen, dass es zum Profitsystem des Kapitals keine reale Alternative gibt. Und in dieser Hoffungslosigkeit auf einen Ausweg, werden Menschen weiter scharenweise an „demokratischen Wahlen“ teilnehmen und dabei die jüngere Vergangenheit ausblendend, eine Bande von „Erklärbären“ wählen, von der sie hoffen nicht ganz so arg gebeutelt und verelendet zu werden.

Denn ganz ehrlich! Wer geht denn heute noch mit der Hoffnung wählen, dass etwas besser werden könnte.

Zum Schluss eine ziemlich provokante Frage!

Was eigentlich wäre mit der Krise, wenn man alles Zahlungsmittel abschaffen würde? Gäbe es eine Krise, wenn alle Menschen unter diesen Bedingungen weiter arbeiten würden wie bisher? Was wenn alle sich kostenlos, jedoch sehr verantwortungsvoll das nehmen würden, was sie wirklich zum Leben brauchten?

Nur mal für den Anfang!

Was wäre wenn zukünftig alle arbeiteten und nach und nach eine Diskussion darüber stattfinden würde, welche Arbeit den Menschen nützt und welche überflüssig werden könnte? Was wäre wenn bald darauf am tatsächlichen Bedarf der Menschen die gesellschaftlich notwendige Arbeitzeit bemessen würde? Was wenn alles dafür getan würde, das der einzelne Mensch durch Bildung und gesellschaftliche Förderung in die Lage versetzt würde, sein volles Potenzial zu entfalten?

Kann man dann davon sprechen, dass ein gewaltiger gesellschaftlicher Fortschritt erzielt worden wäre?

Das klingt ziemlich idealistisch! Doch wird es ohne Ideale keinen Ausweg aus dieser kalten und perversen Situation, in der uns der Kapitalismus gefangen hält, geben. Ein Ausweg aus diesem Kreislauf der Unvernunft, der Perversion menschlicher Gefühle, Gedanken und des menschlichen Handelns, ist nur durch eine Änderung des gesellschaftlichen Wirtschaftens und der Neubestimmung gesellschaftlicher Werte möglich. Ein neues Miteinander das Wärme, existenzielle Sicherheit und Zufriedenheit schafft ist nötig. Dazu braucht es neue organisatorische Formen des Zusammenlebens und Schaffens. Es braucht eine neue Definition des Begriffs der Arbeit.

Vor allem braucht es Menschen, die sich gesellschaftlich emanzipieren und so eine Gesellschaft von Gleichen erst ermöglichen. Es braucht die Beendigung der Herrschaft des Menschen über den Menschen. Nur Menschen die sich emanzipiert haben, können und werden verhindern, dass es ein Zurück in eine menschenverachtende Gesellschaftsordnung geben wird.

Solche Menschen geben sich nicht mit „Erklärbären“ und vermeintlich vielschichtiger, bunter medialer Scheiße zufrieden. Sie nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand. Vieler solcher Menschen bedarf es auch, um letztendlich oben genannte Ideale in einen realisierbaren Rahmen zu gießen.

Die vorherrschende Meinung, dass der jeweils andere nur daran interessiert sei einen über den Tisch zu ziehen und dass jeder Mensch nur ein hemmungsloser Egoist sei, ist falsch.

In der Regel so heißt es traut keiner dem anderen. Trotzdem scheint es so zu sein, dass alle Menschen sich ein anderes Leben wünschen. Nur glauben sie sich gegenseitig nicht. Weil sie sich auch nicht aufeinander zu bewegen. Von dieser Tatsache profitieren Kapital und „Parteierklärbären“. Es grüßen: Teile und Herrsche!

Aussage zwei „Jeder Mensch ist ein hemmungsloser Egoist“! Der Egoismus der jedem Menschen tatsächlich innewohnt ist in Wirklichkeit wichtig und gut. Jedoch kann Egoismus auch pervertiert werden. Der Kapitalismus ist ein Meister darin.

Aber das Streben nach gesellschaftlicher Anerkennung und Selbstverwirklichung kann auch fruchtbar für eine gerechte Gesellschaft sein. Ermöglicht diese dem Einzelnen sich seiner „Berufung“ gemäß zu entwickeln wird er die Gesellschaft voranbringen und Erfüllung bei seiner Aufgabe – „Arbeit“ – finden..

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