Archiv der Kategorie: Ökologie

Der Mensch! Das intelligenteste Lebewesen auf Erden!

Puh! Habe ich letzt Nacht schlecht geschlafen. Ich hatte einen Alptraum der Extraklasse! Mir wurde das Ende der Menschheit – der Intelligentesten Lebensform auf Erden – vor Augen geführt.

Ich ging endlich mal wieder völlig entspannt zu Bett. Im Fernsehen hatte man mir gerade vor Augen geführt, wie gut es mir eigentlich geht. Bisher hatte ich das nicht so gesehen. Dieses gute, mir frisch implantierte Gefühl lies mich schließlich sanft einschlummern.

Doch dann passierte es: Leise raschelte meine Bettdecke und ich hörte leises Murmeln. Dann – im nächsten Moment – eins, zwei, drei, hörte ich es viermal ploppen und meine Beine wurden fest auf die Matratze gepresst. Ich konnte sie nicht mehr bewegen und riss voller Entsetzen die Augen auf.

Ich starrte direkt in vier Augenpaare, die mich aggressiv und angrifflustig anstarrten. Im nächsten Moment rollten sich vier Katzen laut lachend (Tschuldigung, belustigt miauend) auf der Bettdecke herum. Ich war viel zu geschockt um zu reagieren, … auch nur ein Wort zu sagen.

Vor mir saßen von links nach rechts: „Quietsche“ (meine erste Katze, die ihren Namen, durch ihr übertriebenes Mitleid erheischendes Getue, erhalten hatte). Daneben starrte mir „Pizza“ – ihr dürft mal raten, wie sie zu ihrem Namen kam – tief in die Augen. „Bonny“ und „Clyde“ – friedlich waren auch die nie gewesen – komplettierten den perfekten Halbkreis.

Die vier gingen sofort zum verbalen Angriff über.

„Seht, da liegt der Intelligenzbolzen und rekelt sich selbstzufrieden auf seiner faulen Haut“, begann „Pizza“, mit dem Kopf dabei abwertend hin und her wackelnd.

Hältst Du Dich immer noch für überdurchschnittlich intelligent, wie man es dir in einigen Beurteilungen auf ein Blatt Papier geschrieben hat?“, fauchte mich „Quietsche“ mir Angst einflößend an.

„Meint ihr der Kerl und seine ganze Gattung würden jemals daran zweifeln. Sie versichern sich doch am laufenden Band gegenseitig ihre Intelligenz. Es fällt ihnen gar nicht auf, dass ihnen das von keiner anderen Lebensform bisher bestätigt wurde.
„Eigenlob stinkt eben!“
Die meinen das ihnen die ganze Welt gehört und das sie auf dieser tun und lassen können, was auch immer sie wollen“, fiel „Clyde“ mit einem Schulterzucken und zu Seite geneigtem Kopf, als nächster in den munteren Reigen ein.

„Wisst Ihr: Er war tatsächlich der Auffassung, das ich ohne ihn nicht überleben könnte. Jeden Tag füllte er mir einen Teller mit eklig anzusehenden Fleischstücken mit überzuckerter, stickender Soße und war ganz stolz, wenn ich mich ausgehungert darüber her machte. Was blieb mir denn anderes übrig! Ihr hättet ihn mal hüpfen sehen müssen, wenn ich nach einem kleinem Ausflug – davon hat er mir viel zu wenige erlaubt – stolz mit ’ner Maus nach Hause kam und sie ihm, noch lebendig und frisch, aufs Bett gelegt habe! Von wegen! Abhängig von ihm war ich nur, weil er mir meine Bewegungsfreiheit beschnitten hat“, mischte sich nun auch „Bonny“ ein.

Die VIER konnten sich gar nicht mehr einkriegen!

Immer dann, wenn ich etwas zu meiner Verteidigung einwenden wollte, legte mir „Clyde“ mit strengem Blick seine Pfote, mit ausgefahrenen Krallen, auf den Hals.

„Bonny“: „Überhaupt! Wie stolz der auf seine  – sich stetig verteuernde – Hütte ist. Im Winter hat der die Heizung bis zum Anschlag aufgerissen. Ungeachtet was da bei der Verbrennung des Heizmittels in die Luft geblasen wird. Ich hätte mir beinahe das Fell auf der Fensterbank – beim meditieren und beobachten anderer Exemplare dieser Rasse –  verbrannt.

„Pizza“: „Könnt ihr euch noch an diese lauten rollenden Käfige erinnern, mit dem diese Kreaturen durch die Gegend blasen. Immer wenn ich mal Ausgang hatte, musste ich vor Diesen über harte, im Sommer leicht klebrige Bahnen rennen. Ich kam dabei immer so richtig außer Atem. Überall waren solche Bahnen. Immer mehr schöne grüne Natur haben sie für Diese platt gemacht.

„Bonny“: „Diese Typen haben doch längst ihr Verhältnis zur Natur und ihre Abhängigkeit von einer intakten Umwelt verloren. Diese rollenden Käfige, in die sie reinkrabbeln. Was für’n Quatsch ist das denn? Damit kannste nicht mal einen Baum hoch krabbeln. Und erst der Gestank! Diese Idioten scheinen das gar nicht mehr zu riechen.“

„Clyde“: „Ich hab mal – als der „Intelligenzbolzen“ wieder stundenlang vor der Klotze gehockt hat – einen Typen davon reden hören, dass die Dinger auch giftiges Zeug raus blasen. Dieses steigt dann nach oben in den Himmel und macht da irgendwas, was alle Kreaturen der Erde bedroht!“

„Pizza“: “ Das hab ich auch mitbekommen. Aber das juckt Die ja nicht die Bohne. Die unterscheiden alle anderen Lebewesen sowie nur danach, ob man*frau sie essen kann oder nicht. …
OK! Sie knallen auch mit so komischen Stöcken Elefanten ab. Aus den Dingern, die bei denen seitlich aus dem Kopf ragen, machen sie dann Schmuck oder so’n Scheiß. Soll angeblich dicke „Kohle“ bringen.“

„Quietsche“: Ich hab mich mal in ein Gebäude, mit lauter kleinen Gattern drin, verirrt. Da haben kleine Schweinchen so eng nebeneinander gestanden, dass sie eigentlich keine Beine mehr gebraucht hätten. Ein Typ hat denen immer das gleiche Futter reingeschmissen. Mit dem wollte er die Viecher schneller fett kriegen. Danach sollten sie in Einzelteilen in die Pfanne.
Ich hab mir nur gedacht: Diese armen Viecher haben nicht mal ein Leben, bevor sie sterben.“

„Pizza“: „Das machen die doch mit allem, was sie irgendwie für essbar halten. Ich hab mal gesehen, wie sie mit Maschinen Milch aus Kühen zapfen und Hühnern – die geradeso in ihre Käfige passen – die Eier klauen.“

„Clyde“: „Das haben die bei sich selbst abgeschaut.“

„Quietsche“: „Wie meinst Du denn das?“

„Clyde“: „Haste denn noch nie gesehen, wie Die in diesen übergroßen Höhlen arbeiten? … Sie nennen es jedenfalls Arbeit. Jeder und jede steht da drin auf einem bestimmten Platz. Alle in einer Reihe hintereinander. Auf dem harren sie dann mehrere Stunden fast ununterbrochen aus. Dabei führen sie immer die gleichen Handgriffe aus.

„Bonny“: Stimmt! Und aus diesen großen Höhlen, kommen dann auch diese rollenden Käfige und anderer Schrott. Hab ich selbst in diesem Kasten gesehen, den sie Fernseher nennen. Der wird auch so gemacht.

„Quietsche“: „Hör doch auf! Die brauchen nicht nur jede Menge Schrott um glücklich und erfüllt zu sein. Ne! Die machen auch noch so was, was sie Urlaub nennen. Viele krabbeln dann in solche Dinger, die aussehen wie große Vögel. Die machen vielleicht einen Lärm! In der Nähe – wo diese Riesenvögel losflattern und landen – kommste eigentlich nie richtig zur Ruhe. Und auch die versauen die Luft.

„Pizza“: „Um noch mal auf die knallenden Stöcke zurückzukommen. Die knallen sich damit auch gegenseitig ab. Und da gibt es noch ganz andere Dinger. Die knallen noch lauter und können gleich mehrere Leben auslöschen. Diese Dinger kann man mit so einem großen Vogel einfach auf andere Menschen schmeißen. Auch machen sie so große Pfeile. Die fliegen dann ganz von allein auf einen anderen Erdflecken. Danach wächst da kein Gras mehr. Über Jahre kannste da nich mehr hingehen, ohne das du ein kleines Kätzchen mit drei Augen, oder fünf Beinen oder anderen komischen … Echt, die spinnen doch.“

„Quietsche“: „Auch mit dem Verkauf von diesen Dingern scheffeln sie haufenweise Kohle. Überhaupt! Bei dieser Rasse dreht sich alles um die Kohle. Die machen aus Kohle sogar was, was sie Strom nennen. Den brauchen sie, um Dinger die sie Kühlschrank, oder Cd-Player nennen, benutzen zu können. Ohne „Strom“ geht bei denen fast gar nichts. Deswegen scheint es ihnen auch anscheinend völlig egal zu sein, das sie alles Leben dieser Welt dabei aufs Spiel setzen. Um Strom zu kriegen nutzten sie auch noch andere, noch gefährlichere Dinge. Die Menschheit spielt buchstäblich mit dem Feuer.“

„Clyde“: „Diese Kohle ist unter dieser Rasse sehr ungleich verteilt. Ein kleiner Teil – vielleicht ein paar Prozent von ihnen – besitzt fast alles, während der Rest sich um die Brosamen prügelt. Nicht nur das diesen Reichen diese großen Höhlen, die großen Vögel und alles, was auf dieser Welt für Kohle gekauft werden kann, gehören. Die erpressen mit ihrem Besitz auch noch den Rest ihrer Rasse. Sie bestimmen so zum Beispiel maßgeblich das, was die Menschen Politik nennen.“

„Quietsche“: Oft balgen sich die Menschen in Gegenden, wo in der Erde rumgewuselt wird, um irgendeinen Dreck aus ihr zu holen. Auch Dinge, von denen behauptet wird, dass deren Verwendung die Welt unbewohnbar machen könnte. Die Menschen haben sich ein komisches System geschaffen. Da murksen Menschen, Menschen ab, die sie nicht mal kennen. Von denen sie nur mal gehört haben. Und diese Informationen haben sie aus etwas, was sie Zeitung nennen oder eben diesen Fernsehern. Und! … Und das ist echt irre! Diese Zeitungen und Fernsehsender – oder wie die heißen – gehören auch diesen Typen denen fast alles, auf was Menschen geil sind, gehört.“ Ich persönlich finde es schon komisch wenn „Clyde“ sich mit anderen Katern rumprügelt, um sein Gebiet abzustecken.

„Clyde“: He! Ich würde niemals eine Prügelei mit einem anderen Kater anfangen, wenn es nicht darum ginge zu überleben. Wenn ich um ein kleines Gebiet kämpfe, dann nur, um das Überleben meiner Großfamilie zu sichern. Das ist schließlich meine Aufgabe“

„Bonny“: OK, OK!
Dafür muss ich den Nachwuchs zur Welt bringen. Da könnt ihr Macker euch ruhig mal in die Fresse hauen. Hab ja nicht für alles Zeit. Immerhin kommt bei so einer Keilerei kein Kater uns Leben. Da gibt’s höchsten Mal was auf die Birne. Dabei gibts auch mal eine kleine Schramme. Mit einem bisschen Drüberlecken wird’s schon bald wieder besser.“


Mit weit aufgerissenen Augen hatte ich den Ergüssen meiner Ex-Katzen und meines Ex-Katers zugehört. Mir fiel nichts ein, was ich zu meiner Verteidigung hätte sagen können.

Irgendwie hatten diese Biester ja recht.

Wir stecken in einem System fest, das den wirklichen Menschheitsinteressen entgegensteht. Wir nehmen es als notwendig hin, wenn wir mit unserem Tun den Fortbestand der Menschheit und allen Lebens auf diesem Erdball in Frage stellen. Oft spielt dabei auch die Angst, einen – heute oft nicht einmal mehr die Existenz sichernden – Arbeitsplatz zu behalten, eine große Rolle. Wir reagieren neidisch und voller Hass auf jede und jeden, der uns diesen streitigen machen könnte. Wir lassen uns manipulieren und mobilisieren für die Interessen der Reichen und der Profiteure an unserem gemeinsamen Elend. Dabei marschieren wir sehenden Auges in den Untergang. Am Ende können wir diesmal nicht behaupten, dass wir es nicht gewusst hätten.

Ich hatte mich ganz in diese Gedanken verloren, als mich eine Kralle auf die Nase traf und mich endlich wieder in die Realität zurück holte. Völlig in Schweiß gebadet, wurde ich aus diesem Horrortraum gerissen.

Die letzten – von allen Vieren im Chor – vorgetragenen Ausführungen hallten noch in mir nach.

Schau mal in den Duden. Da steht u. a.: „Intelligenz ist die Fähigkeit, in Klammern [des Menschen], abstrakt und vernünftig zu denken und daraus zweckvolles Handeln abzuleiten.“

„Versenkt endlich Euer „Scheiß System“, haltet zusammen und beginnt endlich ein wirklich befriedigendes Leben mit Sinn. Rettet diese eine Erde vor Euch und damit Euer eigenes Überleben. Denn wenn nicht und das ist zumindest ein Trost, wird nicht die Welt untergehen, sondern sie wird Euch endlich los. Vielleicht überholen wir Euch dann in der nächsten Evolutionskette!“


 Ergänzung: Ich bin mir nicht sicher, ob ich die gesamte Unterhaltung hier wiedergegeben habe. Sicher gibt es noch mehr Probleme die von uns Menschen verursacht werden. Aber der Vortrag von „Quietsche“, „Pizza“, „Bonny“ und „Clyde“ hat mir doch sehr zu denken gegeben. …

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So weiß, weißer wird’s nicht!

…und doch verspricht uns die Waschmittelindustrie immer weißere Wäsche und immer leuchtendere Farben. Ich glaube, wir alle wissen bald nicht mehr, wie weiß Weiß eigentlich wirklich ist. Der Grundton von Weiß muss wohl ehemals Schwarz gewesen sein. Glaubt man der Werbung, so wäre unsere Wäsche über die Jahre stetig ein wenig weißer geworden und wird es noch immer.

Immer besser, toller, wirksamer, effizienter und bequemer wird angeblich unser Leben und doch werden wir davon nicht glücklicher.

Fortschritt um jeden Preis, heißt die Parole!

Egal von wem sie mal gerade wieder herausgegeben wird: Ob Fortschritt oder nicht, für wen und zu welchen Lasten, bleibt in der Regel unhinterfragt?

Wichtig ist nur:

Dass ein Ding, eine Methode, ein Produktionsverfahren neu ist. Das uns dies auch vermittelt werden kann, es somit gelingt, uns zu suggerieren, dass wir es brauchen. An die Folgen eines vermeintlichen Fortschreitens denken wir meist erst, wenn unangenehme Nachwirkungen auftreten. Oft werden diese durch einen weiteren, nicht näher hinterfragten “Fortschritt“ angeblich wieder wett gemacht.

All dies prägt heute unseren so hektischen Zeitgeist und die schnelle Entwertung der Begriffe und Dinge.

Jeder Handgriff wird ersetzt durch das Drücken von Tastenkombinationen, durch stufenlos regelbare, vorprogrammierte Schritte bei Maschinen oder optimiert durch den Einsatz weiteren neuen Plastik-Konsummülls. Dieser findet sich dann meist nach einiger Zeit, ähnlich wie vollkommen unbrauchbares Spielgerät, in irgendeiner Ecke wieder.

Da es heißt kaufen, kaufen, kaufen!

Das sind wir schließlich dem Massenkonsum schuldig! Das muss eben so sein, wenn man/frau morgen noch Anschluss an den allgemeinen Lebensstandard haben und nicht riskieren will, von „den Anderen“ als “Looser“ angesehen zu werden. Nur wer hat, der ist wer!

„Der Wert eines Menschen wird heute nach seinem Anteil am Konsum bestimmt!“

Dies bekommt heute jedes Kind im TV-Programm eingeimpft. Wo es ständig durch kurze Kinderfilmprogramme abgelenkt, die wichtigsten KosumentInneninformationen verinnerlicht und sich ein allumfassendes Bild, über die neuesten Produktpaletten aus den Häusern “Raffgier & Gedankenlos“ aneignet.

Mutti und Vati die, die Knete für den Konsum ranschaffen oder aber kaputt in der Ecke oder im Bett liegen, sind leider zu müde um mit dem Kind zu spielen.

Das einmal produzierte Zeug muss einfach raus aus den Fabrikhallen, um Platz für neuen Produktionsstuss zu schaffen. Würden die Lager überquellen, dann wären Mama und Papa auch noch die Arbeit los.

Das Ganze nennt sich dann „Überproduktionskrise“!

Ja! … Wie haben die Menschen vorheriger Generationen es bloß ausgehalten mit ihrer schwarzen Kleidung, die ja erst heute wirklich qualitativ, non plus Ultra, absolut Mega-Weiß wird?

Oder sollte ich sagen, absolut Schwarz?

Wie konnten die Menschen sich bloß in ihrem weißen Schwarz wohl fühlen? Wie haben die das bloß ertragen können? Zum Glück arbeiten heute kluge Köpfe in den Laboren bei Henkel, Unilever & Co. und ich habe meine „Dash Megaperls“ und den „weißen Riesen“. Endlich mal ’nen Mann im Haus, der richtig zur Sache geht. Tja, und da wird die Wäsche eben so weiß und das weiß ich jetzt, nämlich so weiß, weißer geht es nicht!!!

Wenn wir die Industrie und die Werbebranche so weitermachen lassen wie bisher, dann kreieren die noch in hunderten von Jahren neue weiße Märchen und die Waschoma’s beglücken uns mit einer noch „milderen Bleiche von Atsche“.

Und Arbeit bringt’s auch gleich für ganze Generationen. Und das nicht zu knapp. Die heutige Generation produziert und konsumiert. Die nächsten Generationen haben dann jede Menge Arbeit damit, die Umwelt so weit das noch geht, zu reparieren.

Aber bis dahin – macht Euch bloß keine Sorgen – gibt es bestimmt ganz tolle galaktische, interkosmische Gerätschaften und Mittelchen, die das dann erledigen!

Copyright © by Manfred Alter

Von Mücken, Menschen und indirekt auch von Elefanten!

Die ach so in sich verliebte, von sich so überzeugte Menschheit:

Sie lacht über sirrende, summende, brummende Mücken, Fliegen, Falter und andere dicke Brummer, die sich zum Harakiri bereit, töricht ins tötende Licht, ins Feuer stürzen und verglüh ’n.

Der, ach so intelligente Mensch kann sich nicht auf so triviale Art und Weise, so gänzlich unbemerkt, unspektakulär, vom Diesseits ins Jenseits verabschieden. Er erledigt dies auf weitaus perfektere, effektivere, high Tech, atomare, die Umwelt verschmutzende Methode und kündigt dies ziemlich aufreißerisch schon Dekaden von Jahren vorher, in allen frei zugänglichen Medien an.

Dabei nimmt er gleich alles Leben auf diesem Globus mit.

Wie intelligent das gemacht, wie perfekt das doch vorbereitet ist. Wie toll wir doch sind. Wir, die wir uns die Erde einst Untertan machten und uns fortan als „höchstes Lebewesen“ der Schöpfung bezeichneten. Ein wahrer Festakt wird unsere Selbstbeerdigung sein.

Unterscheiden wir uns denn wirklich so, von allem was auf dieser einen Erde so kreucht und fleucht? Unterscheiden wir uns denn im Ernst gerade von den ein und eineinhalb Gehirnwindern? Den sirrenden, summenden, brummenden Mücken, Fliegen, Faltern und den anderen dicken Brummern?

Diese stürzen sich ins Licht, ins Feuer und wissen nicht, dass sich dahinter der lauernde Tod verbirgt. Wir jedoch sind zu allem fähig, produzieren und bereiten unseren eigenen Untergang tagtäglich vor, um uns alsbald sehend, ja wissend, perfekt inszeniert, in ihn zu stürzen.

Welche Glanzleistung des Genie, der alles andere überragenden Gattung Mensch. „Aus dem Weg! Jetzt kommen wir! Wir machen jetzt alles platt. Wir sind süchtig nach Feuerzauber und Weltuntergang!“

Bequem auch, da wir nach unserem Untergang niemandem mehr eingestehen müssen, dass wir es gewusst haben. Sollten dennoch tatsächlich einige wenige von uns mutieren, überleben, dann treten halt die alten Lebenslügen wieder auf den Plan:

„Das konnten wir damals unmöglich vorhersehen. Was hätten wir auch dagegen tun sollen? Wir? Bestimmt machen wir den gleichen Fehler nicht noch einmal. Ganz, ganz bestimmt…!“.

Und da wir dann endlich, samt unserem lieben Gott, unseren zig Religionen, als Ersatzdrogen für ein versautes Leben, ohne tatsächliche Erfüllung und Sinn, ausgestorben sind, gibt’s auch im Paradies niemanden mehr, der sich’s dort nach seinem nicht gerade umweltverträglichen Ableben gemütlich machen könnte.

In diesem Sinne: 
„Frohe Weihnachten und ein glückliches Jahr 2017“

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Ist die Atomkraft noch zu retten?

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Wird der Ausstieg aus der Atomenergie jetzt endlich greifbar?

Oder geht bald alles so weiter, als wäre gar nichts gewesen?

 

Dass man durch den Einsatz der Atomkraft auch gewinnen kann, haben gerade erst die Landtagswahlen in Baden Württemberg und Rheinland-Pfalz, sowie die Kommunalwahlen in Hessen eindrücklich bewiesen. Aufgeschreckt durch die Bilder und Berichte über die zerstörten Reaktoren des Kernkraftwerkes in Fukushima, suchten anscheinend viele Wahlbürger ihre Rettung bei den Grünen. Dem „Super-Gau“ waren zudem ein schweres Erdbeben, sowie ein Tsunami vorausgegangen, der viele hunderte von Toten forderte. Nun ist mit weiteren Toten und Menschen mit erheblicher Strahlenverseuchung zu rechnen.

Irgendwie müssen diese Wähler sich daran erinnert haben, dass diese Partei einst als konsequentester Gegner der „friedlichen Nutzung“ der Atomkraft galt. Die Annahme, dass dies auch heute noch Gültigkeit haben könnte, muss man wohl der Angst der Menschen davor zuschreiben, dass sich ein solches Unglück auch hier ereignen könnte.

Dabei hatten die Grünen als sie sich an der Spitze der Macht glaubten, nichts Besseres zu tun, als sich mit ihrem damaligen Koalitionspartner auf jenen Vertrag über die Laufzeit von Atomkraftwerken zu einigen, der es der heutigen Bundesregierung von CDU und FDP erst möglich machte, diesen in eine Laufzeitverlängerung umzumünzen.

Sei ihres damaligen Verhaltens haben die Grünen in weiten Teilen der Anti-AKW-Bewegung ihre Bedeutung als Anti-Atomkraftwerkspartei verloren. In der neuerlichen Auseinandersetzung um die sich regelmäßig wiederholenden Castortransporte, war ihre Rolle beim Widerstand dagegen denn auch sehr umstritten.

Es geht hier jedoch nicht nur um die Grünen! Denn alle anderen Parteien stehen der „friedlichen Nutzung“ der Atomkraft noch näher bzw. den Energiekonzernen die diese tickenden Zeitbomben betreiben. Die Grünen kann man getrost als neue Mittelstandspartei betrachten, die den Produzenten alternativer Technologien näher steht und versucht diese beim positionieren am Markt zu unterstützen. Aber für die Beteiligung an der Macht und sei es mit der CDU, ist man halt hin und wieder zum Spagat gezwungen und auch bereit.

Laber, Laber Rhabarber!

Dass die „friedliche genutzte Atomenergie“ solch einen Spagat einen Scheißdreck interessiert, hat sie bereits damals in Tschernobyl bewiesen. Auch dort kam es zur Kernschmelze, einem sogenannten „Super-Gau“. Ein „GAU – größter anzunehmender Unfall“ – ist der Störfall für den die Sicherungssysteme der Atomkraftwerke gerade noch ausgelegt sind. Selbst dabei wird die Umwelt bereits bis an die sogenannten Grenzwerte belastet.

Der Super-Gau in Tschernobyl wurde damals solange geleugnet, bis die Messdaten anderer europäischer Staaten ein Leugnen nicht länger zuließen. Einzig in Frankreich konnte man merkwürdiger Weise keine kritischen Werte messen. KEIN KOMMENTAR.

Heute ist der zerstörte Reaktorblock mit einem „Sarkophag“ umgeben, unter dem der zerstörte Reaktor nun ausglühen soll. Das kann „EIN WENIG“ dauern! Zudem droht die Schutzhülle an mehreren Stellen einzustürzen. Damals wurden tausende ahnungslose Helfer von der damaligen Sowjetregierung, so genannte Liquidatoren, für dessen Bau eingesetzt. Wer da wen liquidiert hat ist bis heute nicht recht nachgewiesen. Die Vereinten Nationen sprechen von 4000 bis 9000 Toten. Die Umweltorganisation Greenpeace schätzt die Zahl der Opfer dagen auf 90.000 bis 200.000.

Die tatsächliche Zahl der verstrahlten Personen – auch der, der in Nähe des Reaktors wohnenden Zivilbevölkerung – und die tatsächliche Zahl derer die letztendlich daran zugrunde gingen oder an den Spätfolgen leiden, ist bis heute immer wieder geleugnet oder weganalysiert worden. Noch heute 25 Jahre nach dieser Katastrophe dürfen bestimmte Wildarten und Pilze in den Alpen nicht verzehrt werden, da sie die 3-20 fache Dosis dessen was Menschen „zuträglich“ ist aufweisen.

Aber keine Angst! In geschätzt 300 Jahren werden auch diese wieder ungefährlich zu genießen sein und die Speisekarten der alpinen Ausflugsorte zieren.

Auch bei den neuen Reaktorunfällen in Japan, wurden zunächst die eigene Bevölkerung und der Rest der Welt über die wirklichen Ausmaße getäuscht. Erst nach und nach kam das wirkliche Ausmaß der Katastrophe ans Licht. Schließlich wurde die gesamte Bevölkerung innerhalb eines 20 Kilometerumkreises, um die havarierten Reaktorblöcke, evakuiert.

Bereits kurz nach Beginn der Evakuierung der Bevölkerung wurden bei 190 Personen erhöhte Strahlenwerte gemessen. Die gemessen Werte werden heute in Sievert und nicht mehr in Rem ausgewiesen. Der Vorteil: Sievert hört sich eher nach einem Küchengerät an, denn als lebensbedrohliche Strahlung und der Herr nachdem diese benannt wurde, ist längst tot und kann sich nicht mehr dagegen wehren, dass der Strahlentod nun mit seinem Namen in Verbindung gebracht wird.

Doch der 20 Kilometer weite Evakurierungsradius scheint keineswegs ausreichend zu sein. Aus den USA kamen Hinweise, dass eher ein 50 Kilometerradius evakuiert werden müsse. Doch das passt ins Bild. Denn würde dieser Radius tatsächlich evakuiert, wäre selbst ein kapitalistischer, hochentwickelter Staat wie Japan mit seinem Latein am Ende.

Was die Messwerte anbetrifft, so wurden diese wohl zur Volksberuhigung falsch wiedergegeben. Selbst die Regierung des Landes, die als eng mit den Produzenten des Atomstroms verwoben gilt, wurde offensichtlich lange Zeit über die wahren Ausmaße der Katastrophe getäuscht.

Hierzulande übte man sich wieder in tiefster Betroffenheit. Kanzlerin Merkel verschlug die Gewalt der Natur, die letztlich verantwortlich für die Havarie der Reaktoren war, die Sprache. Nicht ohne darauf hinzuweisen – das Gottlob – hierzulande mit solchen Naturereignissen nicht zu rechnen sei.

Die meiste Bewunderung wurde der Ruhe und Gelassenheit, mit der sich die Betroffenen in ihr Schicksal fügen, zuteil. Besonders den Männern, die bewusst ihr Leben hingeben um das Schmelzen der Reaktorkerne zu verhindern, gilt die Bewunderung der Medien. Als moderne Kamikazepiloten werden sie bezeichnet. Ob sich ihr Opfer lohnen wird, bleibt dennoch abzuwarten.

Fakt ist! Dass selbst im weit entfernten Kalifornien eine leichte Erhöhung der zulässigen Strahlenbelastung – in Küstennähe – gemessen wurde. Das beweißt zum einen, dass die Behauptung, die Verseuchung des Meerwassers sei unerheblich, falsch ist. Zum anderen entspricht die Entfernung zu den Messstellen in Kalifornien, in etwa der von Fukushima nach Berlin und beweißt somit, dass von Menschen zu verantwortende Katastrophen heutzutage kaum mehr regional zu begrenzen sind.

Die meisten Fakten sind heute bereits bekannt. Doch welche Lehren wird man daraus für die Zukunft ziehen?

Zynismus muss man hier einigen Vertretern der Wirtschaft unterstellen, wenn sie zum Beispiel Besitzern von japanischen Automobilen hierzulande versichern, dass die Versorgung mit Ersatzteilen durch die Reaktorunfälle nicht gefährdet sei.

Die Kanzlerin will zumindest, wohl auch um der Kritik an der Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke hierzulande zuvorzukommen, fünf alte Atommeiler „vorübergehend“ lahmlegen, um deren Sicherheit zu überprüfen. Vorwürfen seitens der Opposition im Bundestag, dass diese Aktion mit der Wirtschaft abgesprochen sei, widersprach sie vehement.

Schon im Vorfeld schlossen die führenden Energiekonzerne Strompreiserhöhungen, im Falle eines Abweichens vom „ATOMKONSENS“, nicht aus. Und bereits die geforderte Abschaltung des uralten Meilers in Biblis seitens der hessischen Landesregierung, wird nun die Gerichte beschäftigen. Im Übrigen bleibt abzuwarten was, nach Abklingen der Angst und des ersten Schocks in der Bevölkerung, weiter mit der „friedlichen Nutzung“ passieren wird.

Zum Glück ist das menschliche Gehirn nicht fähig permanent Angst zu ertragen. Nach einem gewissen Zeitraum schaltet es den Verdrängungsmechanismus ein. KEIN WITZ!

Solange zumindest müssen „die Parteierklärbären“ und alle jene die sich ihrer Verantwortung für den Status Quo entziehen wollen, wohl oder übel, mehr oder weniger als Atomgegner, Kritiker und Skeptiker auftreten. Oder man spricht sich mit einem „flauem Gefühl im Bauch“ für eine Übergangsphase mit Atomkraft aus, da „REAL“ gegenwärtig keine Alternative ohne wirtschaftliche Nachteile und Einschränkungen in der Energieversorgung denkbar sei.

Jenen die behaupten, Deutschland sei auch ein „Energieexportweltmeister“ und ein Ausstieg sei ohne Schwierigkeiten machbar, sei gesagt. Sie haben immer noch nicht verstanden wer dieses Land und den Erdball fest in seinen Krallen hält und welchen Gesetzen deren System letztendlich immer folgt.

 Profit kommt vor Natur und Menschenleben! IMMER und Überall!

Keine Angst! Die Atomwirtschaft wird wieder das Zepter in die Hand nehmen. Viel Geld wird sie dafür springen lassen, um die Atomenergie als für DEUTSCHLAND unverzichtbar und dem Fortschritt dienlich darzustellen. Dazu wird man verwirrte und verbogene Wissenschaftler anwerben, unbelehrbare Wirtschaftvertreter ins Feld führen, Politiker und Promis bekannt aus Funk und Fernsehen, sowie solche die diesen Status gerne wiedererlangen möchten, für diesen Zweck suchen und finden. Sicher finden sich Printmedien und TV-Wissenschaftsprogramme – wenn man ihnen Aussicht auf Werbemillionen verspricht oder auch das Gegenteil – dass diese die Bevölkerung ganz nach ihrem Wunsch manipulieren.

Vielleicht nimmt man gleich so dämliche Promis wie die Klitschkos und wie sie alle heißen. Diese und einige andere Promis schwafeln derzeit von einer Zeitung, wie der „BILD AM SONNTAG“, als wäre sie gänzlich unverzichtbar. Einer Zeitung die wieder besseres Wissen und ohne verantwortungsvolle Recherche, gegen Ausländer, Harzt IV Empfänger, anscheinend linke Demonstranten und vermeintlich gewalttätige Anti-Atomkraftgegnern hetzt und maßgeblich für die Meinungsmache in diesem Land verantwortlich ist. Auch wenn dies immer wieder vom Einzelnen „ICH LASSE MICH DOCH NICHT MANIPULIEREN, NUR WEGEN DEM SPORT“ abgestritten wird.

Damit die Werbung für ihren angeblich so „billigen Atomstrom“ von Erfolg gekrönt sein wird, kauft sich die Atomkraftmafia das Wissen um die menschliche Psyche, von den besten Psychologen die man für Geld bekommen kann.

Tatsache ist, dass solange die Mehrheit der Bevölkerung meint durch „demokratische Wahlen“ etwas verändern zu können, es keinen Ausstieg aus der Millardenschweren Atomkraft geben wird. Solange bestimmt einzig und allein das Kapital, die Wirtschaft, die vier großen Energiekonzerne wann ausgestiegen werden darf. Solange werden jedes Jahr Castortransporte durch das Land, in vermeintlich sichere Zwischen- und Endlagerstätten, reisen.

UND! Auch wenn jetzt sofort alle Kernkraftwerke weltweit abgeschaltet würden, hinterlassen die derzeitigen Erdenbürger tödlichen, radioaktiven Müll, der Generationen in 20.000 Jahren noch als Andenken an uns dienen wird.

Allein schon dieser Fakt. 20.000 Jahre strahlender Abfall, der aus heutiger Sicht sicher gelagert sein soll, zeigt nur allzu deutlich zu welcher schwachsinnigen Vermessenheit wir neigen. Doch durch nichts wollen sich die Atomkraftwerkbetreiber ihren Profit schmälern lassen. Auch der „STAAT – oder die die sich dafür halten –“ lässt es sich einiges kosten, die Castortransporte vor den Gegnern diese Technologie zu schützen. Nicht um Schutz vor Unheil, sondern um den Schutz für einen ungehinderten Transport und dem WEITER SO geht es hier.

Auch wenn meist nur von den „üblen Aktionen“ – des zivilen Ungehorsams – der Demonstranten berichtet bzw. versucht wird von deren wichtigem und richtigem Anliegen in der Berichterstattung abzulenken. Gelingen tut dies bei weitem nicht mehr so gut, wie noch in der jüngeren Vergangenheit. Zukünftig sollen zudem Zwischen- und Endlagerung von radioaktiven Abfällen in Russland – wo die dortige Regierung weit weniger zimperlich bezüglich des Atommülls und auch gegenüber seinen Gegnern ist – erfolgen. Entsprechende Verträge sind bereits geschlossen.

Auch in Deutschland sind Atom-, Energiewirtschaft und Politik weit mehr mit einander verflochten, als sie es sein dürfte. Hier soll nicht an Gerhard Schröder und seinen Deal mit der russischen Gazprom erinnert werden und auch nicht verschwörungstheoretisch spekuliert werden. Aber auf die gewohnte „Stellvertreter Politik“ sollte sich die deutsche, wie die gesamte Weltbevölkerung besser nicht verlassen.

Das schlimme an uns, die sich angeblich im biblischen Auftrag die ERDE UNTERTAN machen sollen ist, das wir mit unserem durch den Kapitalismus pervertierten Egoismus und unsrer Technikgläubigkeit meinen, immer und zu jeder Zeit alles im Griff zu haben.

Nicht einmal 200 Jahre Industrialisierung haben der Umwelt jedoch nicht besonders gut getan. Natur wird vernutzt. Flora und Fauna verschwindet und wird verändert, viele, sehr viele Tierarten verschwinden auf immer von dieser Welt. Die Rohstoffvorkommen dieser einen Erde werden in kürzester Zeit ausgebeutet, zu Profit umgewandelt und stehen der Menschheit bald nicht mehr zur Verfügung. Langlebigkeit und Zweckmäßigkeit von Produkten spielen keine Rolle mehr.

Und das trotz der von uns gewählten „Volksvertreter“. Sehen die das denn nicht? Sehen die Politiker der Welt nicht, auf was wir da zusteuern? Wo ist ihre Macht? Wem dienen sie, wenn sich auf den teuren Umweltkonferenzen nichts aber auch gar nichts bewegt. Wo selbst für Emissionen die über dem Ausstoß liegen, die einem Land – laut großkotzigen Vereinbahrungen – zugestanden werden, ein Emissionshandel betrieben wird. An einer Emissionsbörse, wo mit Emissionspapieren gehandelt wird.

Da zudem wie immer wieder bewiesen, die Natur nicht auf die nächste Wahl wartet, bevor sie uns daran erinnert wo wir leben, wird es wohl Zeit das die Menschen selbst etwas tun. Die Bahnstrecken müssten beim nächsten Castortransport mit Menschen übersäht sein. Ein Durchkommen müsste verunmöglich werden. Die zur Begleitung vorgesehenen Polizisten müssten sich komplett krankmelden oder besser noch an der Blockade selbst teilnehmen.

Erst dann werden jene die mit fantasievollen Aktionen – IN NOTWEHR – gegen die „friedliche Nutzung der Kernenergie“ demonstrieren, nicht mehr nötig sein. Kein Prozess gegen die, die etwas tun, wird mehr geführt werden müssen. Eine Kriminalisierung des Widerstandes ausgerechnet seitens derer, die mit unserer Existenz spielen, hätte ein Ende. Kein Gummiknüppel, kein Gummigeschoß und kein Reizgas würde mehr gegen jene eingesetzt werden können, die jetzt schon mehr für den Ausstieg aus der „friedlichen Nutzung der Kernenergie“ tun, als jeder von uns und mehr als jeder „Erklärbär“ inklusive der von den Grünen.

Nur massenhafter aktiver Widerstand beendet die „friedliche Nutzung der Kernkraft“. Die Wahl von „Erklärbären“ dient nur der eigenen Beruhigung und der Verdrängung der Angst. Der Angstgegenstand wird aber nur verschwinden, wenn Menschen erkennen dass Interesselosigkeit, Gleichgültigkeit und Politikverdrossenheit nur jenen nützt, die Milliarden mit der Gefahr einer atomaren Verseuchung verdienen.

Tschernobyl, Fukushima, die zahlreichen Störfälle in anderen Reaktoren, in anderen auch europäischen Ländern, bröckelnde Decken in für die Zwischen- und Endlagerung bestimmten „sicheren“ Salzstöcken und die vielen Störfälle und Unfälle die der Öffentlichkeit zum Glück – für WEN – verschwiegen werden konnten …

ATOMARE KATASTROPHEN SIND NICHT REGIONAL ZU BEGRENZEN. HEUTIGE KATASTROPHEN ERKENNEN KEINE LÄNDERGRENZEN AN!

Bleibt noch … um das Ende der neuen Version der Serie Battlestar Galatica zu zitieren …

“ … All dies ist schon mal geschehen und wird wieder geschehen. … Wenn ein komplexes System sich wieder und wieder wiederholt, dann besteht irgendwann die Chance, dass etwas Neues daraus entsteht! … Das Gesetz des Zufalls, das den immer gleichen Ablauf verändern könnte … „

Hoffentlich bedarf es keiner neuen Evolution der Menschheit, um endlich aus ihren Fehlern die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.

Wir haben diese eine Erde nur von unseren Kindern geborgt! An uns liegt es, wie diese sie weiter nutzen und sich einst an uns erinnern werden.